Die 10 besten Golfplätze in Irland
Irland ist unter Golfspielern keine Geheimempfehlung mehr, und das aus gutem Grund. Die Insel besitzt eine Dichte an erstklassigen Links-Plätzen, die in der Welt ihresgleichen sucht. Von den wilden Dünenlandschaften Connaughts über die rauen Küstenstreifen Münsters bis zu den majestätischen Kursen an der nordirischen Causeway-Küste: Wer Irland besucht, um Golf zu spielen, reist in eines der definierenden Länder des Linksgoflf überhaupt. Das Wetter ist unberechenbar, der Wind omnipräsent, und genau das macht den Reiz aus — hier kann man lernen, was Golf jenseits perfekter Bedingungen bedeutet. Karte öffnen
1. Royal County Down, Newcastle
Royal County Down liegt an der Mourne-Küste in Nordirland, eingerahmt von den gleichnamigen Bergen und der Dundrum Bay. Das 1889 gegründete Layout — in den frühen Versionen von Old Tom Morris skizziert, später von Harry Vardon verfeinert — gilt regelmäßig als einer der besten Golfplätze der Welt. Par 71, rund 7.200 Yards, mit massiven Dünenformationen und Stechginster als ständige Begleiter. Das neunte Loch, ein mittellanger Par 4 mit Blindabschlag und Grüen inmitten der Dünen, ist eines der bekanntesten Einzellöcher Irlands. Mitglieder haben Vorrang; Gastspieler sollten weit im Voraus buchen.
2. Royal Portrush, County Antrim
Royal Portrush ist der einzige Platz außerhalb Großbritanniens, der zweimal The Open Championship ausgerichtet hat — zuletzt 2019 und erneut 2025. Der Dunluce-Kurs entlang der nordirischen Antrim Coast ist ein pures Links-Erlebnis mit Blick auf die Causeway-Küste und bei gutem Wetter die schottischen Inseln Islay und Jura. Par 72, über 7.300 Yards von den hinteren Abschlägen. Die Löcher 5 und 6 — Calamity Corner und White Rocks — gehören zu den besten aufeinanderfolgenden Löchern der britischen Inseln. Gastrundenzeiten sind erhältlich, aber der Andrang ist hoch.
3. Ballybunion (Old Course), County Kerry
Ballybunion Old Course liegt auf einer schmalen Landzunge am Atlantik im westlichen Kerry und genießt seit Tom Watson es in den 1970er-Jahren öffentlich schwärmte, Legendenstatus. Das 1893 gegründete Layout verläuft durch massive Sanddünen direkt neben dem Ozean; mehrere Abschläge und Greens sitzen auf Gräten über dem Wasser. Par 71, mit kurzen Distanzen — aber der Wind macht jeden Schlag zur Herausforderung. Keine großen Änderungen durch bekannte Architekten; der Kurs ist gewachsenen Links in seiner reinsten Form. Öffentlich zugänglich, Voranmeldung empfohlen.
4. Lahinch Golf Club, County Clare
Lahinch liegt an der Westküste Irlands, unweit der Cliffs of Moher, und ist einer der meistgeliebten Links-Clubs des Landes. Das Old Course-Layout, ursprünglich 1892 angelegt und von Alister MacKenzie in den 1920er-Jahren überarbeitet, verbindet spektakuläre Dünenlandschaft mit strategisch herausfordernden Löchern. Par 72, mit dem berühmten Par-5-Löch 6 — Klondyke — einem Blindloch, das Spieler seit über einem Jahrhundert entzückt und frustriert. Die Einheimischen halten Ziegen auf dem Gelände, die angeblich bei aufziehendem Schlechtwetter Zuflucht beim Clubhaus suchen. Ein verlässlicheres Wetterbarometer als jedes Instrument. Öffentlich zugänglich.
5. Portmarnock Golf Club, County Dublin
Portmarnock liegt auf einer Halbinsel nordöstlich von Dublin, umgeben von der Irischen See auf drei Seiten. Das 1894 gegründete Layout ist eines der renommiertesten irischen Turnierplätze und hat zahlreiche Irish Opens sowie Walker Cups ausgerichtet. Par 72, rund 7.300 Yards, mit breiten Fairways und gut versteckten Bunkern — klassischer Links-Stil ohne gimmicks. Das 15. Loch gilt als besonders anspruchsvoll; ein langer Par 4 mit konstantem Seitenwind. Portmarnock ist ein privater Mitgliederclub, der Gastrundenzeiten an bestimmten Wochentagen anbietet.
6. Old Head of Kinsale, County Cork
Old Head ist die dramatischste Golfkulisse Irlands: Der Platz liegt auf einem Klippenvorsprung, der auf drei Seiten vom Atlantik umgeben ist, südlich von Kinsale. Das 1997 von Ron Kirby und Joe Carr angelegte Layout ist nicht die technisch anspruchsvollste Links-Runde Irlands, aber die schwindelerregenden Klippenabfälle und die Weitblicke auf den Ozean rechtfertigen die hohen Greenfees. Par 72, mit mehreren Löchern direkt an der Klippenkante. Öffentlich zugänglich, aber teuer — eines der teuersten Greenfees in Irland. Unbedingt bei ruhigem Wetter spielen.
7. Waterville Golf Links, County Kerry
Waterville liegt tief im Ring of Kerry und ist einer der entlegensten der großen irischen Links-Kurse — was ihm einen besonderen, fast zeitlosen Charakter verleiht. Das Tom Fazio und Claude Harmon entworfene moderne Layout aus den 1970er-Jahren verbindet spektakuläre Dünenlandschaft mit einem echten Links-Feeling. Par 72, über 7.200 Yards von den Championshipabschlägen. Das 17. Loch — Mulcahy's Peak — mit seinem erhöhten Abschlag auf einem Dünengrat ist eines der schönsten Par 3s in Irland. Öffentlich zugänglich; Greenfees im mittleren bis oberen Bereich.
8. Adare Manor, County Limerick
Adare Manor ist Irlands führendes Golfresort — das Anwesen aus dem 19. Jahrhundert wurde jüngst für die Ryder Cup 2027-Bewerbung renoviert, und der Tom Fazio-Kurs wurde für einen potenziellen Ryder Cup 2027 grundlegend neu gestaltet. Das Parklandlayout verläuft entlang des River Maigue und durch alter Baum-bestandenes Gelände. Par 72, rund 7.400 Yards in der neuen Konfiguration. Anders als die übrigen Plätze dieser Liste ist Adare Manor kein Links-Kurs, sondern echte Parkland-Architektur im Championsip-Maßstab. Hotelgäste genießen Reservierungsvorteile; Gastrundenpreise gehören zu den höchsten in Irland.
9. The European Club, County Wicklow
The European Club ist eines der wenigen irischen Links-Layouts, das einem einzelnen Visionär zu verdanken ist: Pat Ruddy legte den Kurs 1987 selbst an und verfeinerte ihn über Jahrzehnte. Gelegen an der Wicklow-Küste südlich von Dublin, verbindet der Kurs wahre Links-Sanddünen mit einem 20-Loch-Layout — zwei Bonuslöcher können wahlweise gespielt werden. Par 71 (plus zwei optionale Löcher), mit engen Fairways und tiefen Bunkern. Die Aussichten auf das Irische Meer und die Wicklow Mountains sind bemerkenswert. Öffentlich zugänglich; mittlere bis hohe Greenfees.
10. Ballybunion (Cashen Course), County Kerry
Während der Old Course in Ballybunion mehr Aufmerksamkeit bekommt, verdient der Cashen Course — 1982 von Robert Trent Jones Sr. angelegt — eigene Anerkennung. Trent Jones nutzte die dramatischsten Dünenformationen des gesamten Geländes und schuf einen technisch anspruchsvolleren, in der Topographie noch extremeren Kurs als seinen berühmten Nachbarn. Enge Talgänge zwischen hohen Dünenmauern, tiefe Bunker und schnelle Greens stellen selbst geübte Spieler vor Fragen. Zugänglich als Paketbuchung gemeinsam mit dem Old Course.
Praktische Hinweise
Irland kann das ganze Jahr über gespielt werden, die beste Periode liegt zwischen April und Oktober. Juli und August bringen die verlässlichste Witterung, sind aber auch die frequentiertesten Monate. Der atlantische Wind ist kein saisonales Phänomen — er weht immer. Einige der renommiertesten Clubs wie Royal County Down und Portmarnock verlangen eine belegte Handicap-Dokumentation; ein EGA-Handicap von 24 oder besser ist vielfach Voraussetzung. Greenfees für Premiumlinks beginnen bei 80 Euro und reichen bis über 300 Euro für Old Head of Kinsale. Frühzeitige Buchung — sechs bis zwölf Monate im Voraus — ist bei den gefragtesten Kursen unbedingt zu empfehlen. Die vollständige Übersicht aller irischen Golfplätze bietet die interaktive Karte.