Die 10 besten Golfplätze in Südkorea
Südkorea hat sich in den vergangenen drei Jahrzehnten zu einer echten Golfmacht entwickelt — und das gleich auf zwei Ebenen. Das Land produziert Weltklassespielerinnen am laufenden Band: Se Ri Pak, Inbee Park, Sung Hyun Park und viele andere haben die LPGA Tour geprägt wie kaum ein anderes Land außerhalb der USA. Gleichzeitig haben private und semi-private Golfclubs von beeindruckender Qualität das Hochland und die Bergregionen südlich von Seoul besetzt. Die Topkurse Südkoreas sind technisch anspruchsvoll, landschaftlich dramatisch und architektonisch auf internationalem Niveau.
1. Nine Bridges Golf Club, Jeju Island
Nine Bridges ist der einzige koreanische Kurs, der regelmäßig in internationalen Rankings unter den weltbesten 100 auftaucht. Der Kurs liegt auf Jeju Island, dem vulkanischen Touristenparadies im Süden, und wurde von Ronald Fream entworfen. Par 72, rund 7.000 Meter. Die neun Bridges des Namens beziehen sich auf die neun Brücken des traditionellen koreanischen Dorfes. Das Design kombiniert dramatische Berghänge mit offenem Spielfeld und bietet weite Blicke auf den Mount Hallasan. Als privater Club ist Zugang auf Einladung oder über bestimmte Resort-Pakete beschränkt.
2. Sky 72 Golf & Resort (Ocean Course), Incheon
Sky 72 liegt auf einer aufgeschütteten Halbinsel vor Incheon, unmittelbar neben dem internationalen Flughafen. Der Ocean Course ist der bekannteste der vier Kurse des Komplexes und bietet als einziger Kurs Südkoreas ein echtes Links-ähnliches Erlebnis mit Seeblick auf den Gelben Meeresarm. Die KLPGA Tour spielt hier regelmäßig. Par 72, rund 6.600 Meter. Der Wind vom Meer ist der entscheidende Faktor: Ohne Windcompensation werden hier selbst Handicap-5-Spieler demontiert. Als Resort öffentlich zugänglich; Buchungen im Voraus dringend empfohlen.
3. Anyang Country Club, Anyang
Anyang ist einer der ältesten und angesehensten Privatclubs der Metropolregion Seoul. Der Kurs liegt in den bewaldeten Hügeln südwestlich der Hauptstadt und bietet ein klassisches Parkland-Erlebnis mit langen, wellenförmigen Fairways und schnellen Grüns. Das Design stammt aus der Frühphase der koreanischen Golfentwicklung, und der Club hat über die Jahrzehnte mehrere nationale Meisterschaften ausgetragen. Gastzugang ist nur über Mitgliedereinladung möglich. Mitgliedschaften sind mit zu den exklusivsten im Land.
4. South Cape Owners Club, South Gyeongsang Province
South Cape ist ein 2013 eröffnetes Meisterwerk von Kyle Phillips, dem Architekten von Kingsbarns in Schottland. Der Kurs liegt am Südmeer der koreanischen Halbinsel, auf zerklüfteten Felsenhängen oberhalb des Wassers. Par 71, rund 6.700 Meter. Mehrere Löcher hängen buchstäblich über dem Meer, und das strategische Design — das Spieler zwingt, Risiko gegen sichere Position abzuwägen — ist das Beste, was moderne Golfarchitektur in Korea bislang hervorgebracht hat. Als Mitgliederclub ist Zugang begrenzt, aber für Turniere und Special Events geöffnet.
5. Haesley Nine Bridges Golf Club, Yeoju
Haesley ist ein zweites Nine-Bridges-Projekt, diesmal in Yeoju südöstlich von Seoul in der Gyeonggi-Provinz. Tom Fazio entwarf diesen Kurs, der in sanfteres, waldreiches Hügelland eingebettet ist als das dramatischere Jeju-Original. Par 72. Die Fairways sind breiter, aber die Grüns sind klein, scharf konturiert und verlangen präzises Approach-Spiel. Mitglieder des Jeju-Clubs genießen Spielrechte auch hier. Als privater Club nur mit Einladung zugänglich.
6. Jack Nicklaus Golf Club Korea, Songdo
Der Jack Nicklaus Golf Club Korea liegt in der Planstadt Songdo nahe Incheon und ist der einzige Kurs auf dieser Liste, der mitten in einem urbanen Neubauprojekt liegt. Jack Nicklaus entwarf den Kurs, der 2010 den Presidents Cup ausrichtete. Par 72, rund 7.200 Meter in Turnierstellung. Der Kurs ist auf dem Gelände einer aufgeschütteten Insel gebaut, was ihm ein eher flaches, wind-exponiertes Profil gibt. Als Resort-Club ist Gastzugang möglich, besonders attraktiv für Besucher des benachbarten Sheraton-Hotels.
7. Bear's Best Cheongna, Incheon
Bear's Best ist ein Konzept von Jack Nicklaus: Auf einem Kurs werden die 18 besten Löcher aus 18 verschiedenen Nicklaus-Designs weltweit nachgebaut. Cheongna in Incheon ist die koreanische Umsetzung, und das Ergebnis ist ein Kurs mit enormer Abwechslung und internationalem Flair. Das Konzept könnte touristisch klingen, doch der Kurs ist technisch ernsthaft und spielerisch befriedigend. Als Resort öffentlich zugänglich; ideale Wahl für Golftouristen mit begrenztem Zeitbudget.
8. Woo Jeong Hills Country Club, Cheonan
Woo Jeong Hills ist einer der renommiertesten privaten Clubs im Gyeonggi-Chungcheong-Bereich und Austragungsort des CJ Cup, eines der bedeutendsten PGA-Tour-Turniere in Asien. Der Kurs liegt in einem weiten Tal inmitten bewaldeter Berge. Par 72. Die langen Par-4-Bahnen und die undulierenden Grüns machen den Kurs besonders auf der Tour populär. Als privater Club ist Zugang auf besondere Einladung beschränkt.
9. Lakewood Country Club, Yangju
Lakewood liegt in den Bergen nördlich von Seoul und bietet eines der besten Golf-Settings in der Hauptstadtregion. Der Kurs führt durch dichten Kiefernwald und entlang natürlicher Wasserläufe. Par 72, rund 6.700 Meter. Die Herbstfarben der koreanischen Bergwälder machen eine Oktobersrunde hier zu einem visuellen Erlebnis. Als privater Club mit eingeschränktem Gastzugang wird eine Mitglieder-Empfehlung benötigt.
10. The Classic Golf & Spa Resort, Icheon
The Classic ist einer der zugänglicheren Semi-Private-Resorts im Raum Seoul-Icheon und bietet zwei Kurse auf sanftem Hochland östlich der Hauptstadt. Das Design ist solid und anspruchsvoll, ohne ausgesprochen exklusiv zu sein. Par 72. Das angeschlossene Spa-Hotel macht das Resort zum idealen Golfreiseziel für Besucher, die nicht auf Privatclub-Zugang angewiesen sind. Buchungen sind online möglich; die beste Spielzeit ist von April bis November.
Golf in Südkorea hat eine ausgeprägte Saison: Von April bis Oktober ist das Klima ideal. Im Winter sind viele Kurse geschlossen oder nur teilweise bespielbar. Greenfees in Korea gehören zu den höchsten in Asien — private Clubs verlangen umgerechnet oft 200 bis 400 Euro, während public und Semi-Private-Resorts moderater kalkulieren. Wer alle koreanischen Golfplätze auf der Karte erkunden möchte, findet sie hier: Karte öffnen.