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Die 10 besten Golfplätze in der Türkei

Golf in der Türkei bedeutet vor allem eines: Belek. Das Küstenstädtchen an der türkischen Riviera östlich von Antalya hat sich in den vergangenen drei Jahrzehnten zum führenden Golfziel des Mittelmeerraums entwickelt. Mehr als zwanzig Plätze konzentrieren sich auf einem schmalen Küstenstreifen, flankiert von dichten Pinienwäldern und dem tiefblauen Mittelmeer. Die Kombination aus langen, sonnigen Wintern, günstigen Grüngebühren im europäischen Vergleich und hervorragenden Hotels macht Belek zu einem Pflichtbesuch für jeden Golfbegeisterten. Dazu kommen einzelne hochkarätige Anlagen im Großraum Istanbul, die für ein breit aufgestelltes nationales Angebot sorgen.

1. Montgomerie Maxx Royal, Belek

Der von Colin Montgomerie entworfene Platz gilt vielen als die schönste Anlage in ganz Belek. Die reife Pinienbaumlandschaft, breite Fairways und großzügig angelegte Grüns schaffen ein Parkland-Erlebnis, das Spieler aller Stärken anspricht, ohne dabei anspruchslos zu wirken. Signature-Loch ist die Par-3-Siebzehn über Wasser, ein kurzes, aber nervenaufreibendes Eisen auf ein schnell fallendes Grün. Der Platz ist an das Maxx Royal Belek Golf Resort angegliedert und von Oktober bis Mai für Gäste und externe Spieler geöffnet. Grüngebühren bewegen sich auf gehobenem Niveau, sind aber für das gebotene Erlebnis gerechtfertigt.

2. Carya Golf Club, Belek

Carya wurde 2008 eröffnet und hat sich durch konsequente Pflege und kluge Platzkonstruktion in die erste Reihe der türkischen Golfanlagen gespielt. Der Kurs schlängelt sich durch ein Pinienwaldgebiet mit mehreren künstlichen Seen und einem markanten Wasserhindernis auf den Schlusslöchern. Das Layout verlangt nach Präzision vom Abschlag — breite Fairways täuschen, denn die ideale Position für den zweiten Schlag ist oft eng begrenzt. Carya ist öffentlich zugänglich und gehört damit zu den attraktivsten Optionen für Touristen, die nicht an ein bestimmtes Resort gebunden sind.

3. National Golf Club Belek

Der National Golf Club bietet gleich zwei 18-Loch-Plätze — den National Course und den Dunes Course — und damit genug Abwechslung für einen mehrtägigen Golfaufenthalt. Der National Course ist der anspruchsvollere der beiden; mit engen Fenstern zwischen den Pinien und ausgeprägten Doglegs verlangt er nach sorgfältiger Kursstrategie. Beide Plätze wurden von Dave Thomas entworfen und zählen seit ihrer Eröffnung Anfang der 2000er zu den meistgespielten in der Region. Pay-and-play ist möglich; die Grüngebühren sind in der Nebensaison besonders attraktiv.

4. Lykia Links, Çıralı (Antalya)

Lykia Links ist der einzige echte Linksplatz der Türkei und liegt spektakulär an der lykischen Küste südwestlich von Antalya, eingebettet zwischen dem Taurusgebirge und dem Mittelmeer. Der Platz wurde von European Golf Design entworfen und eröffnete 2006. Breite, wellenbewegliche Fairways, hohe Gräser und der ständige Seewind erinnern tatsächlich an irische oder schottische Links. Die Abgeschiedenheit der Lage macht Lykia zu einer der malerischsten Golferlebnisse in der gesamten Region; der Transfer von Antalya dauert rund 90 Minuten, ist aber die Fahrt wert.

5. Cornelia Golf Club, Belek

Cornelia betreibt zwei Plätze — den Faldo Course und den Nicklaus Course — und ist damit die einzige Anlage in Belek, die Signaturen zweier Golflegenden trägt. Der Faldo Course, entworfen von Sir Nick Faldo, ist bekannt für seine weiten Bunker und die strategische Notwendigkeit, Abschläge zu formen. Der Nicklaus Course dagegen ist etwas zugänglicher, ohne an Charakter zu verlieren. Beide Layouts profitieren von den alten Pinienbeständen und wurden mehrfach von der Turkish Golf Federation als Gastgeber nationaler Meisterschaften ausgewählt.

6. Marmara Golf, Istanbul

Nordwestlich von Istanbul, nahe dem Bezirk Büyükçekmece, liegt der Marmara Golf Club — einer der wenigen ambitionierten Plätze in der Metropolregion. Der Parkland-Kurs verläuft über hügeliges Gelände mit Blick auf das Marmarameer und bietet eine Atmosphäre, die sich deutlich von den Belek-Resorts unterscheidet. Die Mitgliedschaft ist überschaubar, und externe Spieler werden an Wochentagen problemlos aufgenommen. Für Golfer, die Istanbul kombinieren wollen, ist Marmara eine solide Wahl — auch wenn die Platzqualität nicht ganz mit Belek mithalten kann.

7. Kusadasi Golf & Country Club

Knapp zwanzig Kilometer nördlich von Kusadasi gelegen, richtet sich dieser 18-Loch-Platz vor allem an Kreuzfahrttouristen und Urlauber der Ägäisküste. Das Gelände ist hügelig, die Aussichten auf das Ägäische Meer eindrucksvoll. Der Kurs ist öffentlich und bekannt für sein entspanntes Spielklima; große Meisterschaften wurden hier nicht ausgetragen, aber für einen angenehmen Urlaubsrundgang ist er gut geeignet. Die Hauptsaison läuft von Oktober bis Mai, der Sommer ist selbst für Urlauber oft zu heiß.

8. Polonezkoy Country Club, Istanbul

In einem bewaldeten Hügeldorf nordöstlich von Istanbul, dem historischen Dorf Polonezkoy (Adampol), das polnische Auswanderer im 19. Jahrhundert gründeten, betreibt dieser Country Club einen 9-Loch-Platz mit malerischer Waldatmosphäre. Er ist kein Meisterschaftsplatz, bietet aber ein charmantes Golferlebnis abseits des touristischen Mainstreams und ist besonders bei Istanbuler Stammspielern beliebt. Externe Spieler sind herzlich willkommen.

9. Ataşehir Golf Club, Istanbul

Im städtischen Kontext Istanbuls auf der asiatischen Seite gelegen, ist Ataşehir eher eine Indoor-Trainings- und Short-Game-Anlage als ein Vollplatz, bietet aber dennoch einen soliden Simulator- und Übungsbereich für stadtgebundene Golfer. Für den ernsthaften Touristenspieler ist es kein Pflichtprogramm, für Istanbuler Golfer hingegen ein praktischer Alltags-Treff.

10. Çayra Golf Club, Belek

Çayra ist einer der jüngeren Plätze in Belek und hat sich durch vernünftige Grüngebühren und solide Platzbedingungen schnell eine treue Klientel aufgebaut. Das 18-Loch-Parkland-Layout nutzt die typische Pinienwaldlandschaft der Region und stellt mit seinen gut gebauten Grüns einen gleichwertigen Abschluss zu den bekannteren Resortplätzen dar. Für Golfreisende mit mehreren Tagen in Belek ist Çayra eine lohnenswerte Ergänzung zum Standardprogramm.

Praktische Hinweise

Die Hauptsaison für Golf in der Türkei liegt zwischen Oktober und Mai. In den Sommermonaten überschreiten die Temperaturen in Belek regelmäßig 38 Grad Celsius, was das Spiel am Mittag beschwerlich macht — wer dennoch im Sommer kommt, spielt am besten in der Morgendämmerung. Alle großen Resortplätze sind per Shuttle vom Flughafen Antalya erreichbar; die Transfers dauern zwischen 30 und 90 Minuten je nach Lage. Grüngebühren variieren stark: Die renommiertesten Plätze verlangen in der Hochsaison zwischen 80 und 150 Euro, in der Nebensaison teils deutlich weniger. Öffnen Sie die Karte, um alle türkischen Golfplätze nach Lage zu durchsuchen und Ihre Runde zu planen.