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Die 10 besten Golfplätze in Tunesien

Tunesien ist ein Golfziel, das in Europa noch immer unterschätzt wird, obwohl es alle Voraussetzungen für eine überzeugende Golfreise bietet: mildes Mittelmeerklima von Oktober bis Mai, qualitativ gut ausgebaute Resortanlagen entlang der östlichen Küste, erschwingliche Greenfees und eine kulturelle Dichte – Karthago, Dougga, Kairouan – die jeden Aufenthalt um eine außergolfliche Dimension bereichert. Die Hauptgolfregionen sind Port El Kantaoui nördlich von Sousse, Hammamet und Djerba; zusammen bilden sie eine Küstenachse, die auf wenige hundert Kilometer Strandpromenade eine Handvoll solider 18-Loch-Anlagen versammelt. Die interaktive Karte zeigt alle kartierten Anlagen des Landes auf einen Blick.

1. Golf de Port El Kantaoui, Sousse

Port El Kantaoui ist das älteste und traditionsreichste Golfresortviertel Tunesiens. Der Kurs wurde von Ronald Fream entworfen und seit den frühen 1980er Jahren mehrfach renoviert; das 27-Loch-Komplex bietet drei Neun-Loch-Abschnitte, die in verschiedenen Kombinationen zu 18-Loch-Kursen zusammengefasst werden. Par 72 auf der Standard-Kombination, rund 6.400 Meter. Die Fairways verlaufen durch mediterrane Pinien, Oleander und Eukalyptus; gelegentliche Blicke auf das Mittelmeer erinnern an die Küstennähe. Port El Kantaoui war jahrzehntelang der Treffpunkt europäischer Golftouristen in Tunesien; die Greenfees sind moderat, die Anreise aus dem Zentrum von Sousse kurz. Buchungen direkt über das Clubhaus.

2. Golf Tabarka, Tabarka

Tabarka liegt im Nordwesten Tunesiens, nahe der algerischen Grenze, und ist das geographisch entfernteste, aber auch unberührteste Golfareal des Landes. Der Kurs – 18 Löcher, Par 72, rund 6.300 Meter – wurde in eine Korkeichen-Waldlandschaft eingebettet, die sich von den offenen Küstenlandschaften der Osttunesiener Plätze fundamental unterscheidet. Entworfen von Donald Harradine, bietet Tabarka enge, von Bäumen gesäumte Fairways und ein Spielerlebnis, das an die Heide-Kurse Nordeuropas erinnert – ein überraschendes Qualitätsmerkmal in Nordafrika. Die Infrastruktur der Stadt Tabarka (Flughafen, Hotels) macht das Ziel gut erreichbar. Gastspiele sind möglich.

3. Citrus Golf Course, Hammamet

Das Citrus-Golfresort in Hammamet ist eine der am besten integrierten Resort-Golfanlagen Tunesiens. Der Platz liegt innerhalb des weitläufigen Yasmine-Hammamet-Touristikviertels und wurde von Martin Hawtree entworfen – einem britischen Architekten, der für funktional elegante Layouts bekannt ist. Par 72, rund 6.700 Meter. Charakteristisch sind die breiten Fairways, die durch Zitrusgärten und mediterrane Bepflanzung gesäumt sind; Wasserelemente werden taktisch, nicht dekorativ eingesetzt. Einer der technisch ausgereiftesten Kurse Tunesiens. Für Hotelgäste von Yasmine Hammamet zugänglich; Gastspiele für externe Spieler nach Voranmeldung.

4. Djerba Golf Club, Djerba

Djerba – die Insel im Süden Tunesiens, die in der Odyssee als Land der Lotophagen gilt – besitzt einen 18-Loch-Golfkurs, der in das flache, palmengesäumte Terrain der Insel eingebettet ist. Das Layout nutzt die charakteristisch nordafrikanischen Hartböden und die intensiven Farben der Bougainvillea-Vegetation. Par 72, rund 6.000 Meter. Djerba ist primär ein Strandurlaubs-Ziel; Golf ist hier ein Zusatzangebot für Besucher, die im Rahmen ihres Urlaubs eine oder zwei Runden einplanen möchten. Greenfees sind moderat; die Saison ist praktisch ganzjährig, da das südliche Klima Tunesiens milder ist als die nördliche Küste.

5. Flamingo Golf Course, Monastir

Monastir ist bekannt als Geburtsstadt Habib Bourguibas, des Staatsgründers Tunesiens; weniger bekannt ist, dass die Stadt einen der gepflegtesten Golfplätze des Landes besitzt. Der Flamingo Golf Course – 18 Löcher, Par 72 – liegt in der Nähe des internationalen Flughafens von Monastir und ist für Besucher, die zwischen Sousse und Mahdia reisen, eine gut erreichbare Anlage. Das Flatland-Layout nutzt Teiche und Kanäle als hauptsächliche Gefahren; die Fairways sind breit genug, um auch Mittelspieler nicht zu frustrieren.

6. Yasmine Hammamet Golf Course, Hammamet

Neben dem Citrus-Kurs bietet das Yasmine Hammamet-Tourismuszentrum einen zweiten 18-Loch-Kurs, der stärker auf Resort-Gäste mit breitem Spielniveau ausgerichtet ist. Das Layout ist kompakter als der Citrus-Kurs; Wasserelemente und Bunker sind präsent, aber die Gesamtschwierigkeit ist zugänglicher für Handicaps im mittleren bis höheren Bereich. Par 71, rund 6.000 Meter. Buchungen über die Hotelconcierges der Yasmine-Zone sind unkompliziert.

7. Golf El Kantaoui (Parcours 2), Sousse

Port El Kantaoui betreibt zwei Golfanlagen; neben dem Hauptplatz bietet der zweite Kurs eine Alternative mit leicht unterschiedlichem Charakter. Die Vegetation ist dichter, die Fairways etwas enger; par 71, rund 6.100 Meter. Für Spieler, die mehrere Tage in der Region verbringen, ist der Wechsel zwischen den beiden El Kantaoui-Anlagen eine natürliche Ergänzung. Die Platzqualität ist solide; Greenfees liegen unter europäischem Niveau.

8. Gammarth Golf Club, Tunis

Nahe der Hauptstadt Tunis, in der nördlichen Küstenvorstadt Gammarth mit Blick auf die Ruinen von Karthago, liegt der Gammarth Golf Club. Das Layout bietet 18 Löcher in einer hügeligen Küstenlandschaft mit Meerblicken auf das Mittelmeer; Par 73, rund 6.200 Meter. Gammarth ist für Geschäftsreisende und Kulturtouristen, die in der Hauptstadtregion weilen, die naheliegende Golfadresse. Der historische Kontext – in Sichtweite von Karthago Golf zu spielen – ist ein Alleinstellungsmerkmal, das kein anderer Platz auf dem afrikanischen Kontinent bieten kann.

9. El Kantaoui Palace Golf Course, Sousse

Der Palace Golf Course innerhalb des El Kantaoui-Komplexes richtet sich an Hotelgäste des Palace-Hotels und bietet 9 Löcher für kürzere Runden und Einsteiger. Der Kurs ist gut beleuchtet für Abendspiele in den heißen Sommermonaten; die Greenfees sind die günstigsten im gesamten El Kantaoui-Komplex. Ein idealer Einstieg für Paare und Familien, bei denen nicht alle Mitglieder leidenschaftliche Golfspieler sind.

10. Soukra Golf Club, Tunis

Der Soukra Golf Club liegt in der Nähe des internationalen Flughafens Tunis-Carthage und ist die am besten erreichbare Golfanlage der Hauptstadtregion. Das 18-Loch-Layout – Par 72, rund 6.000 Meter – bietet flaches Parkland-Golf auf dem Vorland der Hauptstadt. Der Club ist das sportliche Zentrum der tunesischen Golfgemeinschaft und Austragungsort nationaler Amateur-Meisterschaften. Gastspiele sind nach Voranmeldung möglich.

Praktische Hinweise für eine Golfreise nach Tunesien

Die beste Golfzeit ist Oktober bis April; der Sommer (Juni bis August) ist heiß, besonders im Süden. Greenfees liegen zwischen 40 und 80 Euro auf den Hauptanlagen – deutlich günstiger als vergleichbare Méditerranéen-Destinations in Spanien oder Portugal. Tunesien ist dank direkter Flugverbindungen aus fast allen europäischen Ländern gut erreichbar; Flugzeiten von Deutschland oder Österreich liegen bei zwei bis drei Stunden. Mietwagen sind für Touren zwischen den Golfregionen empfehlenswert; die Fahrzeit von Tunis nach Sousse beträgt rund 1,5 Stunden auf der Schnellstraße. Die interaktive Karte zeigt alle verzeichneten Anlagen und erleichtert die Reiseplanung.