Die 10 besten Golfplätze in Italien
Italien verbindet Golf mit einer Leichtigkeit, die dem Land in vielen Sportarten eigen ist: hier ein Kurs zwischen Weinbergen, dort eines zwischen gotischen Villen, dort wiederum am Fuß der Alpen. Seit dem Ryder Cup 2023 in Marco Simone ist das internationale Bewusstsein für italienischen Golf schlagartig gestiegen. Das Land besitzt Plätze von echter Weltklasse — und viele weitere, die sich in einer Kulisse aus Geschichte und Landschaft präsentieren, die keine andere Golfnation bieten kann. Die Saison läuft von März bis November, mit Regionalunterschieden je nach Höhenlage. Karte öffnen
1. Marco Simone Golf & Country Club, Olgiata (Roma)
Marco Simone gehört seit dem Ryder Cup 2023 zum kollektiven Gedächtnis des Weltgolfs. Der Kurs nördlich von Rom, ursprünglich von Cabell Robinson angelegt und für das Turnier grundlegend von Tom Weiskopf überarbeitet, verläuft durch ein parklandgeprägtes Gelände mit mittelalterlichem Schlossturm als Blickfang. Par 71, rund 7.100 Yards in Turnierformat, mit dramatischen Grüns und tiefen Bunkern. Europa gewann hier gegen die USA mit einem knappen Sieg in der Schlusssitzung. Der Kurs ist nun eines der begehrtesten Gastspieler-Ziele Italiens — Premium-Greenfees, aber buchbar.
2. Royal Park I Roveri Golf Club, Venaria Reale
Royal Park I Roveri liegt am Rand eines UNESCO-Welterbegebiets nordwestlich von Turin: Das Gelände grenzt unmittelbar an die Jagdreviere des Hauses Savoyen. Das Mitglieds-Championship-Layout von Robert Trent Jones Sr. aus dem Jahr 1971 verläuft durch bewaldetes, leicht hügeliges Terrain mit gut platzierten Bunkern und anspruchsvollen, schnellen Greens. Par 72, rund 6.800 Yards. Der Club hat mehrere Italian Open auf dem DP World Tour-Kalender ausgerichtet und ist zu den stärksten privaten Clubs Italiens zu zählen. Gastrundenzeiten sind mit Empfehlung und im Voraus buchbar.
3. Circolo Golf Villa d'Este, Montorfano
Wenige Golfplätze der Welt können sich rühmen, am Ufer eines norditalienischen Sees zu liegen. Villa d'Este, 1926 gegründet, liegt am Lago di Montorfano unweit des berühmten Comer Sees und präsentiert sich als klassischer Parklandkurs mit alten Bäumen, verschachtelten Fairways und einer eleganten Ruhe, die zu der umgebenden Villensiedlung passt. Par 69, relativ kurz, aber die Präzision, die enge Fairways und eng positionierte Bunker erfordern, macht das Layout keineswegs einfach. Historisches Ambiente; Gäste mit Empfehlung sind willkommen.
4. Biella Le Betulle Golf Club, Magnano
Biella Le Betulle gilt in Fachkreisen als einer der technisch besten Golfplätze Italiens. Das 1958 von John Morrison angelegte Layout im Piemont ist nach den Birken benannt, die das Gelände prägen, und zählt zu den wenigen echten Heathland-Kursen Italiens — mit Heidevegetation, sandigen Böden und einer ganz anderen Atmosphäre als die meisten der typischen Parklandkurse des Landes. Par 73, rund 6.600 Yards. Mehrere Italian Open fanden hier statt. Mitgliederclub mit begrenzten Gastmöglichkeiten; Voranmeldung ist zwingend.
5. Castelgandolfo Golf Club Resort, Castelgandolfo
Castelgandolfo — Sommerresidenz der Päpste — beherbergt auch einen Golfplatz mit außergewöhnlicher Aussicht auf den Albaner See und die Volcani Laziali. Das kompakte 18-Loch-Layout von Robert Trent Jones Jr. aus dem Jahr 1987 nutzt die Topographie der erloschenen Vulkankrater geschickt; erhebliche Höhenunterschiede sorgen für abwechslungsreiche Abschlag- und Annäherungssituationen. Par 72, mittlere Distanz. Die Kombination aus historischer Umgebung und solidem Golfdesign macht Castelgandolfo zu einem der interessantesten Tagesziele für Golfer, die von Rom aus reisen.
6. Circolo Golf Torino La Mandria, Venaria Reale
La Mandria liegt innerhalb des gleichnamigen Naturparks nordwestlich von Turin und ist das Parkgolf-Gegenstück zu I Roveri. Das Layout verläuft durch Wälder ehemaliger Königlicher Jagdgebiete; Rehe und Wildschweine sind keine seltenen Mitglieder der Runde. Das Design ist klassisch, mit gut gereiften Bäumen und einem entspannten Spielfluss. Par 72, mittlere Länge. Als etwas zugänglicherer Club als I Roveri richtet sich La Mandria an ein breiteres Mitglieds- und Gastspielerpublikum. Die Naturparkkulisse ist unübertroffen im Großraum Turin.
7. Golf Club Margara, Fubine Monferrato
Margara liegt im Weinbaugebiet des Monferrato zwischen Asti und Alessandria und vereint zwei Leidenschaften auf elegante Weise: Golf und Piemont-Wein. Das 27-Loch-Layout von Tomasso Garbari aus den 1960er-Jahren ist in drei Neun-Loch-Abschnitte unterteilt; das Gelände ist hügelig, mit Blick auf Weinberge und Ortschaften. Par 73 für 18 Loch. Die Atmosphäre ist familiär und entspannt; das angeschlossene Restaurant ist für seine piemontesische Küche bekannt. Öffentlich zugänglich mit moderaten Greenfees.
8. Golf Club Croara Country Club, San Lazzaro di Savena
Im Hügelland südlich von Bologna gelegen, ist Croara einer der respektabelsten Parklandkurse der Emilia-Romagna. Das Layout nutzt die sanften Hügel der Apennin-Ausläufer; Fairways verlaufen durch Wälder aus Eichen und Kirschen, mit klar definierten Abschlagzonen und anspruchsvollen Greens. Par 72, rund 6.200 Yards. Croara bietet Gastrundenzeiten an Wochentagen und ist von Bologna in rund zwanzig Minuten erreichbar — eine praktische Option für Golfer, die in der Region unterwegs sind.
9. Golf Le Primule, Pinzolo
Golf Le Primule in der Adamello-Brenta-Region liegt auf rund 800 Metern Höhe und bietet einen der wenigen alpinen Golfplätze Italiens, die eine vollständige 18-Loch-Runde ermöglichen. Das Gelände zwischen Bergwiesen und Nadelwäldern prägt den Charakter; Abschläge mit Blick auf die Brenta-Dolomiten gehören zum Standard. Par 71, kurze bis mittlere Länge — die Höhenluft kompensiert die knappen Distanzen. Saison von Mai bis Oktober; Greenfees im mittleren Bereich. Ein ungewöhnliches und beeindruckendes Golferlebnis.
10. Golf Pragealto, Pragelato
Pragelato im Chisone-Tal wurde als Wettkampfort der Olympischen Winterspiele 2006 bekannt. Im Sommer öffnet der Golfclub auf rund 1.500 Metern über dem Meeresspiegel — einer der höchstgelegenen Plätze Italiens. Das 9-Loch-Layout mit zweifach bespielten Greens für 18 Loch verläuft durch Almwiesen mit Blick auf Cotian Alps-Gipfel. Par 36 für 9 Loch. Die Spielsaison ist kurz — Juli bis September — aber die Kulisse und die frische Bergluft machen dies zu einem unvergesslichen Ausflug für Golfer in den piemontesischen Alpen. Öffentlich zugänglich.
Praktische Hinweise
Die Golfhochsaison in Italien läuft von April bis Oktober; in den südlichen Regionen ist auch November noch gut spielbar. Die Alpenplätze im Norden sind auf die Monate Juni bis September beschränkt. Greenfees variieren erheblich: Einfachere Parklandkurse verlangen 30 bis 60 Euro, während Premiumanlagen wie Marco Simone oder I Roveri im Bereich von 100 bis 200 Euro liegen. Viele der besten Clubs sind Mitgliederclubs mit eingeschränkten Gastrundenzeiten — Vorausplanung und gelegentlich der Nachweis eines Handicaps (üblicherweise 28 oder besser) sind ratsam. Die interaktive Karte bietet eine vollständige Übersicht aller erfassten Plätze in Italien.