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Die 10 besten Golfplätze in Indien

Indien hat eine Golfgeschichte, die weit länger zurückreicht als die der meisten anderen asiatischen Länder — und viele europäische Golfspieler wissen das nicht. Royal Calcutta, 1829 gegründet, ist der älteste Golfclub außerhalb Großbritanniens; mehrere andere indische Clubs haben mehr als 130 Jahre Clubgeschichte. Golf in Indien ist ein Erbe der britischen Kolonialzeit, das seither eine ganz eigene Entwicklung genommen hat. Die Plätze liegen in den Metropolen Delhi, Mumbai und Kolkata, in den Nilgiri-Hügeln Südindiens und in Plantagen-Landschaften, die kein anderes Golfland der Welt in dieser Form bieten. Die Qualität variiert stark; aber die besten indischen Plätze sind von echter architektonischer Substanz. Die Saison unterscheidet sich je nach Region erheblich: In Delhi und Nordindien ist Oktober bis März ideal; in Südindien und auf den Bergstationen ist Golf fast ganzjährig möglich.

1. Delhi Golf Club, Neu-Delhi

Der Delhi Golf Club im Herzen der Hauptstadt ist Indiens wichtigstes Golfturniergelände und Heimat der Indian Open auf der Asian Tour, die hier regelmäßig ausgetragen wird. Das 27-Loch-Layout liegt inmitten des Lodi-Gartens — einem UNESCO-Welterbe-Schutzgebiet mit mittelalterlichen Moghul-Grabmälern. Mehrere Löcher spielen unmittelbar an historischen Grabkuppeln und Ruinen vorbei; keine Kulisse in der Golfwelt ist mit dieser vergleichbar. Das 18-Loch-Hauptlayout ist ein gut gepflegter Parklandplatz, Par 72, rund 6.200 Meter. Die Kommorants, Pfaue und Smaragd-Papageien auf dem Platz gehören zum Erscheinungsbild des Clubs. Für Gastgolfer mit einem gültigen Handicap-Ausweis und vorheriger Voranmeldung zugänglich.

2. Royal Calcutta Golf Club, Kolkata

Royal Calcutta, gegründet 1829, ist der älteste Golfclub außerhalb der britischen Inseln und ein historisches Dokument der frühen Golfgeschichte. Das 18-Loch-Layout im New Ballygunge-Viertel Kolkatas ist ein klassisches britisches Parklanddesign mit altem Baumbestand, gut gepflegten Fairways und stabilen, historisch geformten Grüns. Par 73, rund 6.900 Meter. The Open Championship-Qualifikationen wurden hier mehrfach ausgetragen. Der Club ist Mitgliederanlage, empfängt jedoch Gastgolfer mit Handicap-Nachweis und Vorankündigung. Die Atmosphäre im denkmalgeschützten Clubhaus — Holzpaneele, silberne Pokale, Lederstühle — ist kolonial-ehrwürdig.

3. Bombay Presidency Golf Club, Mumbai

Bombay Presidency in Chembur, einem nördlichen Vorort Mumbais, ist der älteste Golfclub der Metropole und beherbergt eines der bestgepflegtesten Parklandlayouts Westindiens. Das 18-Loch-Design nutzt das leicht hügelige Terrain des Aarey Milk Colony-Gebietes und ist von dichtem Baumbestand geprägt. Par 71, rund 6.100 Meter. Der Platz hat mehrfach nationale Turniere ausgetragen. Für Golftouristen in Mumbai ist Bombay Presidency die erste Adresse; Gastspiele sind nach Voranmeldung möglich.

4. DLF Golf & Country Club, Gurugram

DLF Golf & Country Club ist Indiens modernste und technisch anspruchsvollste Golfanlage und liegt in Gurugram (früher Gurgaon), dem boomenden Business-Vorort Delhis. Das von Stephen Martyn entworfene Layout wurde mehrfach umgebaut und ist heute Heimat der Hero Indian Open auf der DP World Tour. Par 72, rund 7.300 Meter Meisterschaftslänge. Das Design kombiniert weite Fairways mit strategisch gesetzten Seen und gut konturierten Grüns; das 18. Loch mit seinem geschwungenen See vor dem Schlussbunker ist das Signaturloch. DLF ist ein privater Club mit Gastspielrecht für Hotelgäste des angeschlossenen DLF Resorts.

5. Ootacamund Gymkhana Golf Course, Ooty

Ooty — kurz für Ootacamund — liegt in den Nilgiri Hills Südindiens auf etwa 2.200 Metern Höhe. Die Golfanlage des Gymkhana-Clubs ist eine der atmosphärischsten Indiens: ein wellenförmiges Layout in einem Hochplateau umgeben von Teeplantagen, Eukalyptus-Hainen und sanften Hügeln, die an schottische Moorlandschaft erinnern. Das Klima auf dieser Höhe ist kühl und neblig — keine Hitze, keine Trockenheit, sondern ein überraschend europäisch anmutendes Erlebnis. Par 70, rund 5.800 Meter. Gastgolfer sind willkommen; der historische Gymkhana-Club hat ein stilvolles Clubhaus mit Kolonialatmosphäre.

6. Coimbatore Golf Club, Coimbatore

Coimbatore, die Industriestadt im Süden Indiens am Fuß der Nilgiri Hills, beherbergt einen der gut geführten regionalen Clubs des Bundesstaates Tamil Nadu. Das Parklandlayout ist von altem Baumbestand geprägt und bietet ein ruhiges, konzentriertes Golferlebnis abseits der großen Metropolen. Par 70, rund 5.900 Meter. Der Club ist fest in der lokalen Golfgemeinschaft verwurzelt und empfängt Gastgolfer unkompliziert. Für Reisende, die zwischen Ooty und Bangalore unterwegs sind, ist ein Abstecher nach Coimbatore lohnenswert.

7. Chikmagalur Golf Club, Chikmagalur

Chikmagalur in den Kaffee-Plantagen Karnatakas liegt auf rund 1.100 Metern Höhe und ist bekannt für den gleichnamigen Arabica-Kaffee. Der Golfclub liegt inmitten von Kaffeegärten und tropischem Dschungel; das Parklandlayout hat eine außergewöhnlich üppige, grüne Umgebung, die sich von den urbanen Plätze der Metropolen fundamental unterscheidet. Par 68, rund 5.200 Meter — kurz, aber landschaftlich überragend. Elefanten sind in der Region gelegentlich gesichtet worden, was dem Golfen eine zusätzliche Dimension verleiht. Gastgolfer willkommen; informelle Atmosphäre.

8. Bangalore Golf Club, Bengaluru

Der Bangalore Golf Club ist einer der ältesten Clubs des Südens, gegründet 1876, und liegt im Zentrum Bangalores. Das Parklandlayout ist von alten Bäumen eingefasst und bietet eine überraschende grüne Oase in der Technologiemetropole. Par 71, rund 6.000 Meter. Der Club hat eine treue lokale Mitgliederschaft und ist Teil der sozialen Struktur der Stadt; das Clubhaus ist ein beliebter Treffpunkt für Bangalore's Geschäftswelt. Gastgolfer werden an Wochentagen empfangen.

9. Tollygunj Club, Kolkata

Der Tollygunj Club — kurz 'The Tolly' genannt — ist ein weiterer historischer Kolkata-Club und einer der vielseitigsten Freizeitclubs Indiens: Golf, Polo, Tennis, Squash und ein historisches Rennbahn-Gelände gehören zum Komplex. Das 18-Loch-Golfplatz ist ein sorgfältig gepflegtes Parklandlayout im Süden Kolkatas. Par 70, rund 5.900 Meter. Der colonial-era Charme des Clubhouses und die gesellschaftliche Lebendigkeit des Clubs machen einen Besuch hier zu einem kulturellen Erlebnis, das über das Golfen hinausgeht. Gastmitgliedschaften sind verfügbar.

10. Cosmopolitan Club Golf Course, Chennai

Chennai ist Südindiens Golfzentrum, und der Cosmopolitan Club bietet hier ein gut geführtes Parklandlayout in der Stadt. Das 18-Loch-Design ist kompakter als die großen Meisterschaftsplätze des Nordens, aber für lokale Clubspieler und Golftouristen in der Stadt eine solide Option. Par 71, rund 5.800 Meter. Das Tamil Nadu Golf Federation nutzt die Anlage regelmäßig für regionale Turniere. Gastgolfer sind willkommen; gute Verbindung zum Stadtzentrum.

Praktische Hinweise

Die Golfsaison variiert regional erheblich: In Delhi und den nördlichen Städten sind Oktober bis März die besten Monate; in Südindien und auf den Bergstationen wie Ooty ist das Klima fast ganzjährig spielbar. Greenfees sind in Indien verglichen mit Europa moderat — zwischen umgerechnet 20 und 80 Euro auf den meisten Plätzen; DLF und Meisterschaftsplätze können teurer sein. Ein internationaler Handicap-Ausweis ist auf den etablierten Clubs Pflicht. Die interaktive Karte bietet eine vollständige Übersicht aller Golfanlagen Indiens und ermöglicht die Planung eines Subkontinental-Golftrips von den Himalaya-Ausläufern bis zu den Nilgiri-Hügeln.