Die 10 besten Golfplätze in den Vereinigten Staaten
Das Land der Golfarchitektur
Kein Land der Welt hat mehr Golfplätze als die Vereinigten Staaten, und kaum ein Land hat die Geschichte der Golfarchitektur so geprägt. Von Donald Ross' Sandhügeln in Pinehurst bis zu Pete Dyes Stacheldrahtpoesie in TPC Sawgrass, von der stillen Größe von Pine Valley bis zur spektakulären Küstenkulisse von Pebble Beach — die USA bieten eine Tiefenschärfe und Vielfalt im Golf, die global einzigartig ist. Die vier Major Championships werden auf amerikanischem Boden ausgetragen (mit Ausnahme der Open Championship), und Kurse wie Augusta National haben kulturelle Bedeutung weit über den Sport hinaus. Eine Auswahl der besten zehn ist zwangsläufig subjektiv, aber die folgenden Plätze stehen in jeder ernsthaften Weltrangliste.
1. Augusta National Golf Club, Augusta, Georgia
Augusta National ist mehr als ein Golfplatz — es ist ein Mythos. Alister MacKenzie entwarf den Kurs 1932 zusammen mit Bob Jones, und das Layout nutzt das hügelige Terrain der ehemaligen Baumschule mit einer Eleganz, die nahezu ein Jahrhundert später noch immer als Maßstab gilt. Par 72, rund 6.300 Meter in der ursprünglichen Form; heute deutlich länger für die Profis. Jedes Loch trägt den Namen einer Pflanze. Die Amen Corner — Löcher 11, 12 und 13 — ist einer der berühmtesten Spielabschnitte im Golfsport. Augusta National ist ausschließlich für Mitglieder und eingeladene Gäste zugänglich; die Öffentlichkeit sieht den Kurs nur während des Masters im April.
2. Pebble Beach Golf Links, Pebble Beach, Kalifornien
Pebble Beach ist der bekannteste öffentlich zugängliche Golfplatz der Welt. Jack Neville und Douglas Grant entwarfen den Originalcours 1919; Jack Nicklaus überarbeitete das 5. Loch. Par 72, rund 6.800 Meter. Sieben Bahnen verlaufen direkt entlang der Granit- und Kalksteinklippen oberhalb des Pazifischen Ozeans, und das 18. Loch — ein Finalpar 5 entlang der Küste — gehört zu den ikonischsten Schlussabschnitten im Weltsport. Pebble Beach hat fünf US Opens ausgetragen (1972, 1982, 1992, 2000, 2019) sowie mehrere PGA Championships und die AT&T Pebble Beach Pro-Am. Täglich für Gäste des Resorts und externe Spieler buchbar; Greenfees liegen bei über 600 USD.
3. Pinehurst No. 2, Pinehurst, North Carolina
Donald Ross entwarf Pinehurst No. 2 und arbeitete bis zu seinem Tod 1948 kontinuierlich daran. Der Kurs ist das Herz des 'Golf-Mekka' Pinehurst, das über neun Kurse verfügt. Par 70, rund 7.400 Meter von den Profitees. Die berühmteste Eigenschaft von No. 2 sind die konkaven, 'turtleback'-artigen Grüns, die jeden Schlag, der auch nur geringfügig verfehlt wird, in eine schwierige Lage zurückwirft. Pinehurst hat die US Open 1999, 2005 und 2014 (die erste gemeinsame Männer- und Frauen-US-Open auf einem Platz) ausgetragen; 2024 fand die US Open erneut hier statt. Öffentlich zugänglich als Resortkurs.
4. Bethpage Black, Farmingdale, New York
Bethpage Black ist der härteste staatlich betriebene Golfplatz der Welt — und auch der bekannteste. A.W. Tillinghast entwarf den Kurs 1936 im Rahmen eines Arbeitsförderungsprogramms des New Deal. Par 71, rund 7.400 Meter. Ein Warnschild am ersten Tee lautet: 'Der Schwarze Kurs ist sehr schwierig. Wir empfehlen ihn nur für Golfspieler mit niedrigem Handicap.' Bethpage Black war 2002 und 2009 Gastgeber der US Open — das erste Mal, dass ein öffentlicher Kurs die US Open ausrichtete — sowie 2019 der PGA Championship und 2024 der Ryder Cup. Für öffentliche Spieler zugänglich, aber Wartezeiten und Frühanmeldungen sind nötig.
5. Shinnecock Hills Golf Club, Southampton, New York
Shinnecock Hills ist einer der fünf Gründungsclubs der USGA (1891) und der älteste Golfplatz in den USA mit einem Clubhaus, das für den Zweck gebaut wurde. Willie Dunn entwarf den ursprünglichen Kurs; das aktuelle Layout stammt hauptsächlich von William Flynn aus den 1930er Jahren. Par 70, rund 6.900 Meter. Die Fairways verlaufen durch natürliches Wiesengras auf den Hügeln von Southampton, mit konstantem atlantischem Wind. Shinnecock hat fünf US Opens ausgetragen (1896, 1986, 1995, 2004, 2018) und ist für seine kompromisslosen Bedingungen bekannt — die 2004er US Open ging als eine der härtesten der modernen Ära in die Geschichte ein. Privatclub.
6. Pine Valley Golf Club, Pine Valley, New Jersey
Pine Valley wird von vielen Kritikern konsequent als bester Golfplatz der Welt geführt. George Crump und Harry Colt entwarfen den Kurs, der 1918 eröffnet wurde. Par 70, rund 6.600 Meter. Pine Valley ist bekannt für die Strenge seiner Strafzonen: zwischen den Fairways und Grüns liegt ausschließlich tiefer, ungepflegter Sand und Heide — der sogenannte 'Devil's Ass'. Es gibt keine Grünvorgelände; wer das Grün verfehlt, landet in ernsthafter Not. Pine Valley hat nie ein Major ausgetragen — die Mitgliedschaft hat dies explizit abgelehnt. Es ist ein reines Privatclub-Erlebnis, das nur auf Einladung zugänglich ist.
7. Cypress Point Club, Pebble Beach, Kalifornien
Cypress Point wurde 1929 von Alister MacKenzie entworfen und gilt neben Augusta National als sein Meisterwerk. Der Kurs liegt auf der Monterey-Halbinsel, wenige Kilometer von Pebble Beach entfernt, und nutzt das felsige Küstengelände mit einer Subtilität und Schönheit, die MacKenzie zu einem Gott der Golfarchitektur machte. Par 72, rund 6.500 Meter. Das 16. Loch — ein Par 3 über 230 Meter Ozean auf ein schmales, felsumsäumtes Grün — ist vielleicht das schönste einzelne Loch der Welt. Cypress Point ist ein winziger, exklusiver Privatclub mit weniger als 300 Mitgliedern; für externe Spieler praktisch nicht zugänglich.
8. Oakmont Country Club, Oakmont, Pennsylvania
Oakmont wurde 1903 von Henry Clay Fownes entworfen und gilt als einer der härtesten und historisch bedeutendsten Golfplätze der USA. Par 70, rund 7.200 Meter. Oakmont ist für seine außergewöhnlich schnellen und schwierig zu lesenden Grüns berühmt; die Church Pew Bunkers zwischen der 3. und 4. Bahn sind ein weiteres Kennzeichen. Der Club hat mehr US Opens ausgetragen als jeder andere Kurs (9, darunter 2016 mit dem dramatischen Sieg von Dustin Johnson). Privatclub; gelegentlich für ausgewählte Veranstaltungen geöffnet.
9. Merion Golf Club (East Course), Ardmore, Pennsylvania
Merion East ist kompakt (par 70, rund 6.900 Meter) und gilt als Beweis, dass ein kurzer Kurs einen Major-Champion ebenso aufdecken kann wie ein 7.500-Meter-Koloss. Hugh Wilson entwarf den Kurs 1912. Das charakteristischste Merkmal sind die Korbflaggen statt der üblichen Fahnen. Merion East hat die US Open 1934, 1950, 1971, 1981 und 2013 ausgetragen; 2013 gewann Justin Rose mit einem langen Eisen-Schlag auf der 18. Bahn in einem Moment, der in die Annalen des Golfsports einging. Privatclub.
10. TPC Sawgrass (Stadium Course), Ponte Vedra Beach, Florida
TPC Sawgrass wurde 1982 von Pete Dye entworfen und war bei seiner Eröffnung der umstrittenste Golfplatz in der Geschichte des amerikanischen Profilgolfs — die Profis nannten ihn 'Dye's Folly'. Heute gilt er als eines der großen Designwerke. Par 72, rund 7.200 Meter. Das 17. Loch, ein Par 3 mit einem Grün auf einer kleinen Insel im Wasser, ist das bekannteste Einzelloch im amerikanischen Profigolf; dort werden jedes Jahr beim Players Championship mehr als ein Dutzend Bälle ins Wasser geschlagen. TPC Sawgrass ist für Resortgäste des Sawgrass Marriott zugänglich.
Praktische Hinweise
Die USA bieten Golftouristen eine unerschöpfliche Vielfalt, aber Planung ist nötig. Augusta National und Pine Valley sind praktisch nicht zugänglich. Pebble Beach, Bethpage Black, Merion (über Pakete) und TPC Sawgrass sind buchbar, aber teuer oder logistisch aufwendig. Die beste Saison variiert stark nach Region: Florida und Arizona sind im Winter ideal, der Nordosten spielt im Sommer und Herbst am besten, Schottenpflanzungen und die Monterey-Küste sind ganzjährig. Karte öffnen und alle amerikanischen Golfanlagen auf einen Blick erkunden.