Die 10 besten Golfplätze in der Schweiz
Die Schweiz hat eine lange Golftradition, die weit ins 19. Jahrhundert zurückreicht. Der erste Schweizer Golfclub, der Club zur Vahr in Basel, wurde 1893 gegründet, und das Land verfügt heute über rund 100 Golfanlagen, die von den Alpenhochlagen bis zu den Ufern des Genfer- und Bodensees reichen. Golf in der Schweiz bedeutet fast immer Panorama: Selbst ein bescheidener Mittellandplatz bietet Voralpensicht, und die Hochaltitudinalkurse sind in ihrer Landschaftsdramaturgie weltweit konkurrenzlos. Die Kombination aus Schweizer Präzision in der Kurspflege und spektakulären Naturkulissen macht das Land zu einem einzigartigen Golfreiseziel.
1. Golf Club Crans-sur-Sierre, Crans-Montana
Crans-sur-Sierre ist der bekannteste Golfplatz der Schweiz und einer der berühmtesten der Welt — nicht zuletzt wegen seiner Höhenlage von rund 1.500 Metern über dem Meeresspiegel und dem direkten Blick auf die viertausend Meter hohen Walliser Alpen. Der Kurs liegt in Crans-Montana im Wallis und ist seit Jahrzehnten Austragungsort der Omega European Masters auf der DP World Tour. Par 70, rund 6.200 Meter. Auf dieser Höhe fliegt der Ball deutlich weiter als auf Meereshöhe. Der Kurs ist öffentlich zugänglich; die beste Saison läuft von Juni bis September.
2. Golf Club Bad Ragaz, Bad Ragaz
Bad Ragaz liegt im Rheintal an der Grenze zwischen Graubünden und St. Gallen und gilt als der technisch anspruchsvollste Meisterschaftskurs der Schweiz. Donald Harradine entwarf den Kurs in den 1950er Jahren, der seitdem mehrfach überarbeitet wurde. Par 70, rund 6.100 Meter. Das Layout schlängelt sich durch dichten Wald und entlang von Wasserhindernissen, und mehrere Löcher verlangen präzise Positionierung zwischen Bäumen. Das angeschlossene Grand Resort Bad Ragaz ist eines der renommiertesten Wellness-Hotels Europas; der Kurs ist für Hotelgäste buchbar.
3. Golf & Country Club Blumisberg, Bern
Blumisberg liegt südwestlich von Bern auf einer Moränenhöhe mit weiten Blicken auf die Voralpen und bei klarem Wetter sogar auf den Eiger. Der Kurs gilt als einer der Top-5-Meisterschaftsplätze der Schweiz und hat mehrere Schweizer Open Championships ausgetragen. Par 72, rund 6.400 Meter. Die baumgesäumten Fairways und die schnellen Grüns verlangen solides Eisenspiel. Als privater Club mit Gästeempfang ist Vorausbuchung erforderlich.
4. Golf Club Lausanne, Lausanne
Der Golf Club Lausanne liegt auf einem Plateau oberhalb des Genfersees und bietet eine der schönsten Aussichtslagen im Schweizer Mittelland. Der Kurs wurde 1921 gegründet und mehrfach modernisiert. Par 70, rund 5.800 Meter. Die engen Fairways und die welligen Grüns verlangen Präzision über Weite. Für Golftouristen ist Lausanne als Basis ideal: Man erreicht Crans-Montana und diverse andere Top-Kurse in weniger als zwei Autostunden. Gastzugang ist an Wochentagen möglich.
5. Golf Club Genf, Vandœuvres
Der Golf Club Genf liegt auf einem bewaldeten Hügelrücken östlich der Stadt mit Panoramablick auf den Mont Blanc. Einer der ältesten Clubs der Schweiz, gegründet 1923. Der Par-71-Kurs ist von reifen Bäumen durchzogen und verlangt sorgfältige Schlagauswahl. Als Mitgliederclub ist Gastzugang an bestimmten Wochentagen möglich. Für Genfer Geschäftsreisende mit Handicap-Ausweis eine naheliegende Option.
6. Golf Club Zürich Zumikon, Zumikon
Der Golf Club Zürich in Zumikon ist einer der renommiertesten Privatclubs der Deutschschweiz und Mitglied der exklusivsten europäischen Clubvereinigungen. Der Kurs liegt auf den Zürichberghügeln mit Sicht auf Stadtgebiet, See und Alpen. Par 72, anspruchsvolles Parkland auf welligem Terrain. Mehrere Schweizer Amateurmeisterschaften wurden hier gespielt. Zugang nur über Mitgliedereinladung — einer der schwieriger zugänglichen Kurse dieser Liste.
7. Golf du Domaine Impérial, Gland
Das Domaine Impérial liegt am Ufer des Genfersees, westlich von Lausanne, auf dem Gelände eines kaiserlichen Landguts aus dem 19. Jahrhundert. Jack Nicklaus entwarf den Par-72-Kurs, der 1987 eröffnete. Seeblick auf mehreren Löchern, reifer Baumbestand und präzise gepflegte Grüns machen das Domaine zu einem Erlebnis der besonderen Art. Als privater Meisterschaftskurs ist Gastzugang eingeschränkt, aber über spezielle Golf-Arrangements und Wochen-Turnierbetrieb möglich.
8. Golf Club Les Bois, Les Bois
Les Bois liegt im Schweizer Jura auf rund 1.000 Metern Höhe, nahe der Uhrenregion La Chaux-de-Fonds. Der Kurs ist für seine ungewöhnliche Lage in einem weitläufigen Weidetal bekannt; Kühe grasen gelegentlich am Platzrand. Par 72, rund 6.200 Meter. Das einfache, ehrliche Design verlangt Schlagpräzision und belohnt strategisches Denken. Als einer der wenigen Hochlagenkurse der Westschweiz, der relativ offen für Gastspieler ist, ist Les Bois eine wertvolle Entdeckung.
9. Golf Club Schönenberg, Schönenberg
Schönenberg liegt in den Hügelzügen südöstlich von Zürich in einem sanften, parkähnlichen Gelände. Der Kurs wurde mehrfach um- und ausgebaut und bietet heute ein solides 18-Loch-Layout mit Par 71. Die Grüns sind technisch anspruchsvoll, und der Platz pflegt sein Handicap-System sorgfältig — hier kommt jeder Spieler einer Bewährungsprobe näher als einem Sonntagsspaziergang. Als Mitgliederclub mit Gästeempfang ist Vorausbuchung empfehlenswert.
10. Golf Club Davos, Davos
Davos auf über 1.500 Metern Höhe ist nicht nur der Ort des Weltwirtschaftsforums — es ist auch Heimat eines der eindrucksvollsten Hochgebirgs-Golfplätze der Alpen. Der Kurs liegt auf dem Davoser Hochplateau mit freiem Blick auf die umgebenden Gipfel. Par 70, kürzere Spiellänge wegen der Hochlage, auf der Bälle erheblich weiter fliegen. Die Saison ist kurz: Von Mitte Juni bis Anfang Oktober, danach liegt Schnee. Als Resort-Kurs öffentlich buchbar.
Golf in der Schweiz hat eine klare Saisonstruktur: Tiefland-Plätze sind von März bis November bespielbar, Hochlagen-Kurse wie Crans und Davos nur von Juni bis September. Greenfees liegen je nach Club zwischen 80 und 200 Franken; Spitzenresorts wie Bad Ragaz können mehr verlangen. Für Touristiker empfehlen sich Kombi-Touren, die Crans-Montana mit einem oder zwei Mittellandkursen verbinden. Alle Schweizer Plätze im Überblick finden Sie auf der interaktiven Karte: Karte öffnen.