Die 10 besten Golfplätze in Puerto Rico
Puerto Rico zählt zu den bedeutendsten Golfzielen der Karibik und bietet eine Dichte an Weltklasse-Anlagen, die den meisten Inselstaaten der Region fehlt. Von den Hügeln des Regenwalds El Yunque bis zu den weißen Sandstränden im Norden finden sich auf diesem US-amerikanischen Territorium Plätze, die von den bekanntesten Designern der Golfwelt stammen – Robert Trent Jones Senior und Junior, Tom Fazio, Greg Norman und Jack Nicklaus haben alle hier ihre Spuren hinterlassen. Das tropische Klima erlaubt Golfspielen das ganze Jahr über, auch wenn die Hurrikansaison von Juni bis November gewisse Einschränkungen bringen kann. Die interaktive Karte gibt einen vollständigen Überblick aller kartierten Anlagen auf der Insel.
1. Coco Beach Golf & Country Club (Trump International), Río Grande
Coco Beach liegt am Nordostufer Puerto Ricos nahe dem Regenwald El Yunque und besteht aus zwei 18-Loch-Kursen, von denen der Championship Course von Tom Fazio entworfen wurde. Der Course I misst rund 7.300 Meter, Par 72 und nutzt das dramatisch hügelige Terrain mit Blick auf den Atlantik. Der Platz war Austragungsort des Puerto Rico Open, einem Turnier der PGA Tour/Korn Ferry Tour, und ist damit eine der wenigen Touranlagen der Karibik. Mehrere Löcher führen entlang steiler Hänge; das 18. mit seinem Bananensee vor dem Grün ist unvergesslich. Öffentlich zugänglich über das Resort; Greenfees bei rund 150–200 US-Dollar.
2. Royal Isabela, Isabela
Royal Isabela ist der ambitionierteste und exklusivste Golfplatz Puerto Ricos. Die Anlage liegt auf Klippen hoch über dem Atlantik im Nordwesten der Insel und wurde von den Gebrüdern Stanley und Charles Pasarell in enger Zusammenarbeit mit Natur und Topographie entwickelt. Par 72, rund 7.200 Meter. Kein Fairway-Bunker wurde gegraben – stattdessen wurden natürliche Felsformationen, einheimische Vegetation und spektakuläre Klippenausblicke als Gefahren eingesetzt. Die Spielerfahrung ist bewusst archaisch: Caddies sind Pflicht, Carts verboten. Aufenthalte über das zugehörige Luxury-Villa-Resort buchbar; Mitglieder und Hotelgäste erhalten Vorrang.
3. Bahia Beach Resort & Golf Club (St. Regis), Río Grande
Bahia Beach liegt direkt am Atlantik östlich von San Juan und kombiniert eine Robert Trent Jones Junior-Anlage mit einem luxuriösen St.-Regis-Resort. Der Kurs nutzt Mangrovenwälder, Tideflächen und offene Meeresblicke für eine tropische Golflandschaft, die sich von anderen Karibik-Resortkursen abhebt. Par 72, rund 7.000 Meter. Charakteristisch sind die Löcher entlang der Atlantikküste, wo der Passatwind jede Schlaglängen-Kalkulation beeinflusst. Hotelgäste des St. Regis genießen bevorzugte Startzeiten; Greenfee-Spieler sind willkommen.
4. TPC Dorado Beach (East & East Resorts Course), Dorado
Dorado Beach ist ein historisch bedeutsamer Ort des karibischen Golfs. Robert Trent Jones Senior schuf hier in den 1950er Jahren für den Rockefeller-Clan vier Kurse; der östliche Kurs ist nach umfassender Renovierung durch Robert Trent Jones Junior wieder in vollem Betrieb. Par 72, rund 7.000 Meter. Die von Cocos und Palmen gesäumten Fairways, die Anbindung an den Atlantik und die historische Eleganz der Gesamtanlage machen Dorado Beach zur romantischsten Adresse im puertoricanischen Golf. Startzeiten sind Hotelgästen des Ritz-Carlton Reserve vorbehalten – eines der exklusivsten Golf-Resorts der Karibik.
5. Río Bayamón Golf Course, Bayamón
Der Río Bayamón Golf Course ist die wichtigste öffentliche Anlage in der Metropolregion San Juan und bietet einem breiten Publikum Zugang zu ernsthaftem Golf. Der Platz liegt am Rande der Großstadt, was ihn zu einer der wenigen erschwinglichen 18-Loch-Optionen nahe des Flughafens macht. Par 70, rund 5.800 Meter. Das Layout ist bodenständig parklandartig; Wasserläufe des Río Bayamón queren mehrere Fairways. Greenfees sind deutlich unter dem Karibik-Resortniveau; Buchungen sind telefonisch und online möglich.
6. San Juan Golf Course, San Juan
Der San Juan Golf Course dient seit Jahrzehnten als Trainingsheimat der puertoricanischen Golfspieler und ist die älteste noch aktive 18-Loch-Anlage in der Metropole. Das Parkland-Layout ist nicht spektakulär, aber gut gepflegt und von echter sportlicher Tradition geprägt. Puerto Rico hat viele professionelle Spieler hervorgebracht, die ihren Schwung hier entwickelt haben. Für Besucher ist er als Greenfee-Platz zugänglich und bietet eine lokale, authentische Atmosphäre abseits der großen Resorts.
7. Fort Buchanan Golf Course, Guaynabo
Fort Buchanan ist eine US-Militärbasis nahe San Juan, deren Golfplatz offiziell für aktives und pensioniertes Militärpersonal sowie deren Angehörige zugänglich ist. Der Platz ist 18 Löcher, par 70, und in einem bemerkenswert gepflegten Zustand für eine Militäranlage. Für zivile Golfer bietet er sehr begrenzte Zugangsmöglichkeiten; er ist hier der Vollständigkeit halber erwähnt, da er zu den kartierungsrelevanten Plätzen der Hauptstadtregion zählt.
8. Palmas del Mar Country Club, Humacao
Palmas del Mar liegt an der Ostküste der Insel nahe Humacao und besitzt zwei 18-Loch-Kurse – den Palm Course und den Flamboyan Course. Der Palm Course, ein klassisches Resortkurs-Layout von Gary Player, misst rund 6.600 Meter, Par 72. Die Gesamtanlage ist eines der größten integrierten Ferienresorts Puerto Ricos und bietet neben Golf auch einen Yachthafen und ausgedehnte Wassersportmöglichkeiten. Hotelgäste erhalten Vorzugspreise; Greenfee-Spieler sind auf Anfrage willkommen.
9. Costa Caribe Golf Club, Ponce
An der Südküste der Insel, im Einfluss eines deutlich trockener-tropischen Klimas als der feuchte Norden, liegt der Costa Caribe Golf Club in der Nähe von Ponce. Der Kurs wurde von Ferdinand Garbin in den 1990er Jahren entworfen und nutzt das flache Küstengelände mit Wasserkanälen und einheimischer karibischer Vegetation als Hindernisse. Par 70, rund 6.100 Meter. Die geringere Niederschlagsmenge der Südküste sorgt für festere, schnellere Grüns als in den feuchten Nordhang-Resorts. Greenfee-Spieler sind willkommen.
10. The Links at Wyndham Grand Río Mar, Río Grande
Unmittelbar benachbart zu Coco Beach liegt der zweite bedeutende Platzkomplex in Río Grande – die Links-Anlage des Wyndham Grand Río Mar Resort. Der Ocean Course (Robert Trent Jones Senior) und der River Course (Greg Norman) bieten zusammen 36 Meisterschaftslöcher. Der Ocean Course misst rund 6.900 Meter, Par 72, und spielt in unmittelbarer Küstennähe mit permanentem Meereswind. Greg Normans River Course nutzt die Flusslandschaft des Río Mameyes. Beide Kurse sind für Hotelgäste und Greenfee-Spieler zugänglich.
Praktische Hinweise für eine Golfreise nach Puerto Rico
Puerto Rico genießt das ganze Jahr über tropisches Klima mit Temperaturen zwischen 25 und 32 Grad; die ideale Golfzeit liegt zwischen November und April, wenn der Passatwind die Hitze mildert und das Risiko von Regenschauern geringer ist. Greenfees reichen von rund 50 US-Dollar auf öffentlichen Kommunalplätzen bis zu über 250 US-Dollar auf den Top-Resortanlagen. San Juan ist mit direkten Flügen aus ganz Europa und Nordamerika gut erreichbar. Mietwagen sind empfohlen; die Entfernungen zwischen San Juan und Plätzen wie Royal Isabela oder Palmas del Mar betragen jeweils über eine Stunde Fahrt. Die interaktive Karte hilft bei der Reiseplanung.