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Die 10 besten Golfplätze in Japan

Japan ist eine der großen Golfnationen der Welt, was viele Besucher überrascht. Über 2.000 Golfplätze — mehr als in jedem anderen Land außer den USA — verteilen sich über die vier Hauptinseln, und unter diesen befindet sich eine Handvoll Anlagen, die zu den architektonischen Juwelen des Sports weltweit zählen. Die Besonderheit japanischen Golfs liegt im Zusammentreffen von Weltklassearchitektur aus der Vorkriegszeit, einer tief verwurzelten Golfkultur und einer Präzision bei der Platzmischung, die typisch für Japan ist. Viele der besten Clubs sind privat und schwer zugänglich für Ausländer — Planung und Kontaktaufnahme über Gastmitgliedschafts-Netzwerke ist oft der einzige Weg. Karte öffnen

1. Hirono Golf Club, Hyogo

Hirono gilt weithin als der beste Golfplatz Japans und zählt regelmäßig zu den fünfzig besten Kursen der Welt. Das 1932 von Charles Alison — einem langjährigen Partner von Harry Colt — angelegte Layout liegt im bewaldeten Hügelland westlich von Kobe und ist ein Meisterwerk strategischer Architektur. Par 72, rund 6.800 Yards, mit tiefen Alison-Bunkern, konturierten Fairways und schnellen Greens. Alison, der auf dieser Japanreise auch Kasumigaseki besuchte, nutzte den Pinien- und Zedernwald so geschickt, dass kaum ein Abschlag dem anderen gleicht. Streng privat; Gastspiele nur durch Einladung eines Mitglieds.

2. Kawana Golf Club (Fuji Course), Ito

Kawana liegt auf der Izu-Halbinsel südlich von Tokyo mit einem der spektakulärsten Meeresblicke im Weltgolf. Der 1936 von C.H. Alison angelegte Fuji Course läuft entlang steiler Klippen über dem Sagami-Meer; mehrere Abschläge und Greens sitzen direkt über dem Wasser, mit dem schneebedeckten Fuji als Hintergrundkulisse bei klarer Sicht. Par 72, rund 6.700 Yards. Das Resort-Hotel gehört zur Fujiya Hotel-Gruppe und hat eine lange Geschichte als Destination für internationale Gäste. Eingeschränkte Gastzeiten; Buchung über das Resort möglich.

3. Naruo Golf Club, Hyogo

Naruo, 1904 gegründet und damit einer der ältesten Clubs Japans, liegt in der Kansai-Region zwischen Osaka und Kobe. Das Colin Maule-Layout wurde im Laufe der Jahrzehnte verfeinert und besitzt den Charakter eines klassischen britischen Parklandkurses — ein ungewöhnliches Gefühl in Japan. Par 73, mittlere Länge, mit alten Pinien und gut gereifte Fairways. Der Club hat mehrere japanische Nationalmeisterschaften ausgerichtet. Wie bei den meisten Elite-Clubs Japans ist Naruo streng privat; Auslandsspiele setzen eine Verbindung zu einem Mitglied voraus.

4. Tokyo Golf Club, Sayama City

Der Tokyo Golf Club, 1913 gegründet und der älteste Golfclub der japanischen Hauptstadtregion, liegt heute in Sayama City nordwestlich von Tokyo. Das von H.E. Crane entworfene und seitdem behutsam modernisierte Layout ist ein reifer Parklandkurs mit eindrucksvollen Kiefer- und Zedernbeständen. Par 72, rund 6.700 Yards. Als einer der angesehensten Clubs Japans trägt der Tokyo Golf Club eine bedeutende Rolle in der Geschichte des japanischen Profigolfs. Zugang für Ausländer ist außerordentlich schwer zu erlangen; offizieller Weg führt ausschließlich über Mitglieder.

5. Kasumigaseki Country Club, Kawagoe

Kasumigaseki besitzt zwei 18-Loch-Kurse; der East Course gilt als der bedeutendere. Charles Alison entwarf ihn 1929 — auf derselben Japanreise, auf der er Hirono schuf. Der East Course verläuft durch flache bis leicht hügelige Terrain, beinhaltet aber typische Alison-Elemente: tiefe Bunker, erhöhte Greens, strategische Überlegungen bei jedem Schlag. Par 72, rund 6.900 Yards. Kasumigaseki hat japanische Amateur- und Nationalmeis terschaften ausgerichtet und war Schauplatz von internationalen Länderkämpfen. Privat; beschränkter Gastzugang.

6. Hirono (West Course), Hyogo

Der West Course in Hirono ist weniger bekannt als sein berühmter Nachbar, verdient aber eigene Erwähnung. Das jüngere Layout ergänzt den Classic Course und nutzt ähnliches Terrain — bewaldete Hügel, natürliche Erhebungen und sorgfältig platzierte Bunker. Für Spieler, die das Privileg einer Einladung nach Hirono erhalten, lohnt sich eine Doppelrunde über beide Kurse unbedingt.

7. Yomiuri Country Club, Tokyo

Yomiuri liegt im westlichen Tokyo und ist einer der wenigen Premiumclubs der Hauptstadtregion, die in internationalen Rankings auftauchen. Das von Koichi Ota entworfene Layout besitzt elegante Proportionen; die Fairways verlaufen durch bewaldetes Hügelland mit gutem Fluss von Loch zu Loch. Par 72, rund 7.000 Yards. Mehrere Japan Open wurden hier ausgerichtet. Private Mitgliedschaft; Gastspiele durch Kontakt mit dem Clubsekretariat für qualifizierte Golfer möglich.

8. Gotemba Golf Club, Shizuoka

Gotemba liegt am Fuß des Fuji in der Präfektur Shizuoka und bietet eine der eindrucksvollsten natürlichen Kulissen Japans. Das Gelände ist leicht vulkanisch — die Fairways verlaufen über dunkle, gut drainierte Böden, die Lava-typisch sind. Das Layout ist ein solider Parklandkurs mit guter strategischer Abwechslung. Bei klarem Wetter thront der Fuji in voller Pracht über dem gesamten Platz. Etwas zugänglicher als die strikten Privatclubs der Region; Gastrundenzeiten an Wochentagen sind buchbar.

9. Ibaraki Kokusai Golf Club, Ibaraki

Ibaraki Kokusai war einer der Pioniere des Resort-Golfs in der Kansai-Region. Die mehreren Kurse des Komplexes bieten unterschiedliche Charaktere; der Main Course ist am renommiertesten. Gelegen in den hügeligen Außenbezirken von Osaka mit gutem Aussicht über die Region. Der Club hat internationale Turniere ausgerichtet und ist relativ zugänglich für Gastspiele nach Voranmeldung. Eine gute Wahl für Reisende, die ohne die Einladungskette der Privatclubs qualitätsvollen Golf in der Region spielen möchten.

10. Kasama Royal Golf Club, Ibaraki

Kasama Royal liegt in der Präfektur Ibaraki nordöstlich von Tokyo und ist einer der bemerkenswertesten zugänglicheren Plätze in der Hauptstadtregion. Das Layout nutzt die sanfte Hügellandschaft Ibarakis gut; Abwechslung zwischen offenem und bewaldeten Terrain hält das Spiel interessant. Par 72, mittlere Länge. Gastrundenzeiten sind buchbar; Greenfees liegen im mittleren Bereich für die Tokio-Region. Für Golfer, die im Großraum Tokyo unterwegs sind und keinen Zugang zu den Privatclubs haben, ist Kasama Royal eine solide Wahl.

Praktische Hinweise

Japan kann das ganze Jahr über gespielt werden, mit Ausnahme der tiefsten Wintermonate in Hokkaido und den Japanischen Alpen. Tokio und die Kansai-Region sind von März bis November exzellent; die Herbstfärbung im Oktober macht Kurse wie Hirono besonders eindrucksvoll. Greenfees an Wochentagen liegen bei guten Privatclubs — sofern der Zugang möglich ist — zwischen 100 und 250 Euro; Resort-Plätze verlangen 50 bis 150 Euro. Der größte Vorbehalt beim japanischen Golf ist der Zugang: Die besten Plätze sind durch eine private Mitgliederkultur geschützt, die Gastspiele für Ausländer ohne persönliche Kontakte nahezu unmöglich macht. Planung über spezialisierte Golf-Reiseveranstalter mit Japan-Fokus erhöht die Erfolgsaussichten erheblich. Alle kartierten Plätze finden sich auf der interaktiven Karte.