← Zurück zum Blog

Die 10 besten Golfplätze in Deutschland

Deutschland zählt mehr als 700 Golfanlagen und rund 650.000 registrierte Golfspieler — eine solide Basis, die dennoch vermuten lässt, dass das Land international oft unterschätzt wird. Die besten deutschen Plätze — vor allem im Norddeutschen Raum — halten einem Vergleich mit westeuropäischen Spitzenplätzen problemlos stand. Der Hamburger Raum, der Süddeutsche Parklandstreifen von der Pfalz bis Bayern und die rheinische Heathland-Region beherbergen Anlagen, die im internationalen Ranking regelmäßig auftauchen. Die Saison läuft von April bis Oktober auf Parklandplätzen; einige norddeutsche Anlagen sind auch im Winter bespielbar. Greenfees sind im europäischen Vergleich fair; die Qualität der Greenkeeping-Arbeit auf den Top-Plätzen ist hoch.

1. Golf Club St. Leon-Rot, St. Leon-Rot

Golf Club St. Leon-Rot in der Metropolregion Rhein-Neckar ist Deutschlands ambitionierteste private Golfanlage und seit den 2000er Jahren regelmäßig Austragungsort der BMW International Open auf der DP World Tour (damals European Tour). Der Club besitzt zwei 18-Loch-Plätze — St. Leon und Rot — die beide von hochrangigen Architekten konzipiert wurden. Der Rot-Platz, auf dem das Turnier ausgetragen wird, ist ein modernes Parklanddesign mit exzellenten Bermudagras-Grüns, strategisch gesetzten Bunkern und mehreren Wasserhindernissen. Par 72, rund 7.200 Meter in der Turnierkonfiguration. Mitgliederclub; Gastspiele nach Voranmeldung möglich.

2. Club zur Vahr, Bremen

Der Club zur Vahr in Bremen gehört zu den ältesten und angesehensten Golfclubs Deutschlands. Das Heide-und-Waldlayout, das durch den berühmten Bremer Bürgerpark angelegt wurde, ist handwerklich eines der stärksten in der Republik: breite, mit Kiefern und Birken gefasste Fairways, klassische Sandheide-Rough und gut konturierte Grüns. Der Platz hat mehrfach die German Open auf der European Tour beherbergt, darunter in den 1970er Jahren Turniere mit internationalem Spitzenfeld. Par 74, rund 6.700 Meter. Für deutsches Heathland-Golf ist ein Besuch hier obligatorisch; Gastgolfer sind an bestimmten Tagen willkommen.

3. Hamburger Golf-Club Falkenstein, Hamburg-Blankenese

Falkenstein ist Hamburgs ältester und prestigeträchtigster Golfclub, gegründet 1906, und liegt auf den Elbhöhen in Blankenese mit gelegentlichem Blick auf den Fluss. Der Platz, angelegt auf sandigem Heidegelände mit altem Waldbestand, hat eine natürliche Qualität, die sich von den meisten deutschen Parklandplätzen unterscheidet. Die Fairways sind eng und gut getrennt, das Rough aus Heidekraut und Farn beißt hart. Falkenstein hat mehrfach bedeutende nationale Turniere beherbergt. Par 71, rund 6.200 Meter. Privatclub; Gastgolfer benötigen eine Einladung oder spielen in bestimmten Gasteblöcken.

4. Golfclub München Eichenried, Eichenried

Eichenried nördlich von München ist der Austragungsort der BMW International Open der jüngeren Generation und Bayerns bedeutendste Golfanlage. Das Layout des amerikanischen Architekten Kurt Rossknecht hat einen klar modernen, amerikanischen Resortcharakter: breite Fairways, große Grüns, viele Wasserhindernisse und üppige Bepflanzung. Par 72, rund 7.200 Meter. Loch 18 mit dem dramatischen Wasserhindernis vor dem Grün ist durch Turnierbilder bekannt. Eichenried ist halbprivat; Gastgolfer können außerhalb der Turnierphasen spielen, Voranmeldung ist notwendig.

5. Frankfurter Golf Club, Frankfurt am Main

Der Frankfurter Golf Club, gegründet 1913, ist ein klassischer Stadtclub und einer der historisch bedeutendsten in Deutschland. Das Parklandlayout im Stadtwald Frankfurts — einem der größten städtischen Wälder Europas — hat eine besondere Atmosphäre: Die Fairways sind durch alten Baumbestand klar definiert, die Grüns haben über ein Jahrhundert guten Golfbaus entwickelte Qualität. Par 71, rund 6.000 Meter. Kein Wasserspektakel, keine dramatischen Kulissen — dafür substanzielles, ehrliches Parklandgolf. Privatclub mit gelegentlichem Gastspielrecht.

6. Golf Club Hubbelrath, Düsseldorf

Hubbelrath östlich von Düsseldorf ist ein weiterer norddeutscher Heathland-Platz von echter Qualität. Das Layout in einem Waldgebiet nutzt die natürliche Topographie der Bergischen Hügellandschaft für gut konturierte Doglegs und abwechslungsreiche Geländewechsel. Der Platz hat mehrfach die German Open beherbergt. Par 72, rund 6.500 Meter. Die bequeme Anbindung an Düsseldorf macht Hubbelrath zu einer guten Wahl für Geschäftsreisende, die in der Region wohnen. Privatclub; Gastgolfer nach Absprache willkommen.

7. Golfpark Renneshof, Langenfeld

Golfpark Renneshof bei Langenfeld in der Nähe Kölns ist einer der zugänglichsten und am besten organisierten öffentlichen Golfparks in Nordrhein-Westfalen. Das 18-Loch-Layout ist kein Meisterschaftsplatz im engeren Sinne, bietet aber gut gepflegte Bahnen, eine großzügige Driving Range und niederschwellige Einstiegsmöglichkeiten für Einsteiger und Gelegenheitsspieler. Die Anlage ist ohne Mitgliedschaft oder Clubzugehörigkeit jederzeit buchbar — ein klarer Vorteil für Golftouristen in der Region. Par 72, rund 5.800 Meter.

8. Golfclub Schloss Nippenburg, Kornwestheim

Schloss Nippenburg bei Stuttgart ist eines der attraktivsten Golfresorts Baden-Württembergs. Das Layout, entworfen von Donald Harradine, schlängelt sich durch das Gelände rund um ein historisches Wasserschloss und verbindet Parklandcharme mit solidem Architekturgolf. Par 72, rund 6.300 Meter. Die Kombination aus historischer Umgebung und gutem Golf macht Nippenburg besonders für Golfreisende attraktiv, die über Stuttgart einreisen oder in der Region unterwegs sind. Halbprivat; Gastgolfer sind an Wochentagen willkommen.

9. Golfclub Gut Apeldör, Scharbeutz

Gut Apeldör an der holsteinischen Ostseeküste ist einer der besten Küstenplätze Norddeutschlands. Das Parklandlayout liegt in der Nähe Lübeck Bucht auf leicht hügeligem Terrain mit Sichtlinien auf die Ostsee. Par 72, rund 6.600 Meter. Das angeschlossene Gut macht den Platz zum idealen Sommerziel für Familien, die Golfen mit Strandurlaub verbinden wollen. Die Greens sind für norddeutsche Verhältnisse sehr gut gepflegt; der Windeinfluss von der Ostsee macht die Runden anspruchsvoller als die Länge vermuten lässt.

10. Golfclub Abenberg, Abenberg

Abenberg in der Metropolregion Nürnberg ist ein ruhiger, gut geführter Mittelgebirgs-Platz, der für seine sorgfältige Platzpflege und entspannte Atmosphäre bekannt ist. Das Parklandlayout nutzt die fränkische Hügellandschaft für wechselhafte Sichtlinien und gut getrennte Bahnen. Par 72, rund 6.100 Meter. Der Platz repräsentiert das solide deutsche Mittelfeld — kein Meisterschafts-Setup, aber ehrliches, gutes Golf in hübscher Landschaft. Für Besucher der Nürnberg-Region eine gute Option, besonders in den Herbstmonaten.

Praktische Hinweise

Die Golfsaison in Deutschland läuft von April bis Oktober; auf gut drainierten Plätzen im Norden und Westen ist auch März und November gelegentlich möglich. Greenfees variieren stark: auf Spitzenanlagen wie St. Leon-Rot oder Eichenried werden 80–150 Euro verlangt, öffentliche Anlagen sind für 30–60 Euro zugänglich. Ein offizieller DGV-Ausweis oder ein vergleichbarer Handicap-Nachweis ist auf den meisten deutschen Clubs Pflicht; ein Handicap von 36 oder besser wird auf Privatclubs erwartet. Die interaktive Karte zeigt alle deutschen Golfanlagen auf einen Blick und ist besonders nützlich für die Planung einer Golfwoche durch mehrere Regionen.