← Zurück zum Blog

Die 10 besten Golfplätze in Dänemark

Dänemark mag auf dem europäischen Golfradar nicht ganz oben stehen, doch wer das Land einmal mit Schlägern im Gepäck bereist hat, kehrt selten enttäuscht zurück. Auf der Jütländischen Halbinsel und den dänischen Inseln verteilen sich über 170 Golfclubs, deren Plätze zwischen sanften Buchenwäldern, weitläufigen Fjordlandschaften und dem windgepeitschten Nordseeküstenstreifen liegen. Das Klima erlaubt eine Saison von April bis Oktober, und wer im Frühsommer reist, profitiert von langen Abendstunden mit natürlichem Licht bis fast 22 Uhr. Die Grüns sind in der Regel gut gepflegt, die Preise im Vergleich zu Schweden oder Norwegen moderat, und die Gastfreundschaft in den Clubhäusern ist unkompliziert nordisch. Hier sind die zehn besten Plätze, die Dänemark zu bieten hat.

1. Royal Copenhagen Golf Club, Kopenhagen

Der älteste Golfclub des Landes, gegründet 1898, liegt in Dyrehaven, dem königlichen Wildgehege nördlich von Kopenhagen. Der Parklandplatz schlängelt sich durch alten Baumbestand und um Damwild herum — nicht selten kreuzen Rehe die Fairways, was zu einer ganz eigenen Spielatmosphäre führt. Das Layout wurde über die Jahrzehnte behutsam verfeinert; Par-72-Platz mit rund 6.200 Metern von den hinteren Abschlägen. Loch 12, ein langes Par-4 mit einer schmalen Einfahrt zwischen alten Eichen, verlangt präzises Eisen-Spiel. Der Platz ist für Gastgolfer zugänglich, eine Voranmeldung ist dringend empfohlen. Greenfee liegt je nach Saison zwischen 50 und 80 Euro.

2. Himmerland Golf & Spa Resort, Gatten

Himmerland im Herzen Jütlands ist Dänemarks größter Golfresort und beherbergt drei Plätze: den Championship Course, den Faldo Course und einen kürzeren Kurzplatz. Der nach Sir Nick Faldo benannte Meisterschaftsplatz — ein parklandähnliches Layout über hügeliges Terrain mit Wasserhindernissen und tiefen Bunkern — hat mehrfach die DP World Tour (früher European Tour) zu Gast gehabt, darunter den Made in Denmark-Event. Faldo entwarf den nach ihm benannten Platz mit charakteristischen langen Grünanlagen und engen Einfahrten. Das Resorthotel macht Himmerland zu einem idealen Mehrtagesziel. Greenfee für den Championship Course liegt bei rund 90 Euro.

3. Great Northern Golf Club, Tisvildeleje

Great Northern liegt an der Nordküste Seelands, weniger als eine Stunde von Kopenhagen entfernt. Das 1991 eröffnete Layout wurde im Stil eines klassischen dänischen Heathland-Platzes angelegt — breite Fairways, die sich durch Heidekraut und Kieferngehölze schlängeln, schnelle, wellprofilierte Grüns und ein beständiger Küstenwind vom Kattegat. Par 72, rund 6.400 Meter von den Meisterschaftsabschlägen. Das 9. Loch, ein kurzes Par-4 mit einem spektakulären Abschlag in die Tiefe, ist der Höhepunkt der Vorrunde. Great Northern ist öffentlich zugänglich, Handicap-Beschränkungen gelten nur an Wochenenden.

4. Nordvest Jysk Golfklub, Holstebro

Dieser Platz in der nordwestlichen Region Jütlands zieht Kenner an, die abseits der bekannten Resorts spielen wollen. Das Parklandlayout liegt eingebettet in eine sanft gewellte Landschaft mit Wiesenbachläufen und alten Bäumen. Der Platz ist Par 72 und spielt sich auf rund 6.000 Meter; besonders herausfordernd sind die mittleren Löcher, wo ein Bach mehrfach die Spiellinie kreuzt. Die Mitglieder sind für ihre Gastfreundschaft bekannt, und die Atmosphäre erinnert an einen klassischen britischen Provinzclub — sachlich, freundlich, ehrlich. Für Besucher aus dem Ausland eine echte Entdeckung.

5. Markusminde Golf, Odense

Auf der Insel Fünen, der Heimat Hans Christian Andersens, betreibt Markusminde einen der gepflegtesten Parklandplätze des Landes. Das Gelände war früher eine Landwirtschaftsfläche; der Architekt hat daraus ein abwechslungsreiches Layout mit breiten Fairways, gut gestalteten Doglegs und qualitativ hochwertigen Grüns entwickelt. Par 70, rund 5.600 Meter. Der Platz ist besonders für Spieler geeignet, die Präzision über Distanz stellen — die kurzen Par-4-Löcher bestrafen unkonzentriertes Kurzspiel mit komplizierten Chip-Lies. Täglich für Gastgolfer offen, gute Greenfee-Konditionen für Gruppen.

6. Skovbo Golfklub, Køge

Skovbo liegt südlich von Kopenhagen in einem ausgedehnten Laubwald und gehört zu den landschaftlich reizvollsten Plätzen Seelands. Das Waldlayout verlangt sorgfältige Schlagauswahl — die Bäume strafen jede Abweichung von der Ideallinie sofort. Par 71, rund 5.800 Meter. Die Grüns sind mittelschnell und gut geformt; besonders die Par-3-Löcher sind handwerklich gut gelöst und verlangen präzise Eisenschläge auf teils stark konturierte Ziele. Skovbo hat keine Meisterschaftsgeschichte, dafür aber treue lokale Mitgliedschaft und faire Gastpreise. Saison April bis Oktober.

7. Odsherred Golfklub, Nykøbing Sjælland

Odsherred liegt auf der gleichnamigen Halbinsel nordwestlich von Kopenhagen, die wegen ihrer weichen Landschaft und der Nährung — einer Nehrung mit Fjord auf beiden Seiten — bekannt ist. Der Golfplatz nutzt dieses natürliche Gelände klug aus: mehrere Löcher spielen am Fjord entlang, wo Seitenwind die Clubwahl kompliziert. Par 72, rund 6.000 Meter. Das 16., 17. und 18. Loch sind alle am Wasser situiert und bilden einen attraktiven Schlussdreiklang. Der Club empfängt Gastgolfer gerne; ein Besuch lässt sich gut mit der umliegenden Ferienregion verbinden.

8. Dejbjerg Golf Klub, Ringkøbing

Dieser Club im Ringkøbing-Skjern-Bezirk Westjütlands ist weniger bekannt, aber für Golfer, die das echte ländliche Dänemark erleben wollen, sehr lohnenswert. Das leicht hügelige Parklandlayout hat ruhige, weitläufige Fairways mit wenig Rough-Strafe — ein Platz, der für entspanntes Golfen ausgelegt ist, aber seine Schwierigkeit in gut positionierten Grüns und einigen engen Doglegs versteckt. Par 70, rund 5.500 Meter. Der Club ist Mitglied der Dänischen Golfunion; Gastgolfer mit einem gültigen Handicap spielen ohne Probleme, Voranmeldung empfohlen.

9. Ishøj Golf Center, Ishøj

Ishøj liegt im Südwesten der Kopenhagener Stadtregion und hat sich als funktionaler, gut organisierter Trainings- und Spielkomplex etabliert. Der 9-Loch-Platz ist nicht das anspruchsvollste Layout des Landes, aber hervorragend für Golfer, die in der Region wohnen oder kurzfristig spielen wollen. Die Driving Range und die Kurzspielanlagen machen das Center zum idealen Aufwärmort vor einem Turnier anderswo. Für Familien und Einsteiger gibt es niederschwellige Angebote; Greenfees sind urban günstig.

10. Copenhagen Golf Center, Kopenhagen

Das Copenhagen Golf Center in der Hauptstadt dient vor allem als urbane Golfanlage mit Driving Range, Kurzspielbereich und einem Übungsgrün — ideal für Stadtspieler, die ihr Spiel zwischen Runden schärfen wollen. Der überdachte Range-Bereich funktioniert ganzjährig. Wer erstmals in Kopenhagen ist und golfen will, ohne die Stadt zu verlassen, findet hier eine solide Option. Das Center empfängt auch Einsteiger und bietet Unterricht an.

Praktische Hinweise

Die beste Saison für Golf in Dänemark ist Mai bis September, wenn die Tage lang und die Grüns in Topkondition sind. Im Juli und August sind beliebte Plätze wie Himmerland und Great Northern gut gebucht; Teezeiten sollten mindestens zwei Wochen im Voraus reserviert werden. Greenfees variieren zwischen 30 Euro auf kleineren Clubs und knapp 100 Euro auf Resortanlagen. Ein internationaler Handicap-Ausweis ist auf fast allen Plätzen Pflicht. Für eine Übersicht aller Golfanlagen in Dänemark und ihre genaue Lage empfiehlt sich ein Blick auf die interaktive Karte, die sämtliche Plätze direkt aus OpenStreetMap-Daten anzeigt.