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Die 10 besten Golfplätze in Tschechien

Tschechien hat sich in den letzten drei Jahrzehnten zu einer ernstzunehmenden Golflandschaft entwickelt. Die Heilbäder im Westen des Landes — Karlsbad, Marienbad, Franzensbad — boten bereits im 19. Jahrhundert die gesellschaftliche Grundlage für das Spiel, und etliche der ältesten Anlagen des Landes gehen auf diese Kurorttraditionen zurück. Prag selbst hat eine dichte Auswahl an Plätzen in Greifweite, darunter einige der besten Designs der mitteleuropäischen Region. Die Saison erstreckt sich von April bis Oktober, wobei die Monate Mai bis September das konstanteste Wetter bieten. Grüngebühren bewegen sich zwischen 30 Euro an bescheideneren Anlagen und über 100 Euro auf den Spitzenprojekten rund um die Hauptstadt.

1. Albatross Golf Resort, Prag

Der Albatross ist unbestritten das Flaggschiff des tschechischen Golfs. Die 27-Loch-Anlage südwestlich von Prag wurde in mehreren Phasen entwickelt und verbindet parklandähnliche Abschnitte mit offeneren, leicht hügeligen Fairways. Das Championship-Layout, auf dem die Czech Open der DP World Tour mehrfach ausgetragen wurde, misst über 6.700 Meter von den hinteren Abschlägen und stellt sowohl das lange Spiel als auch das Kurzspiel in gleichem Maße auf die Probe. Das Par-4 15. Loch mit seinem engen, leicht abfallenden Fairway und dem erhöhten Grün gilt als Schlüsselloch im Turnierbetrieb. Der Komplex ist öffentlich zugänglich, bietet ein hervorragendes Clubhaus und ist das ganze Jahr über gut gepflegt.

2. Golf Club Karlovy Vary, Karlsbad

Der Platz in Karlsbad zählt zu den ältesten in Böhmen und verbindet historisches Ambiente mit einem anspruchsvollen parklandähnlichen Layout im bewaldeten Egertal. Die Anlage liegt unweit des berühmten Kurstädtchens und zieht sowohl Einheimische als auch Wellness-Touristen an, die den Badeaufenthalt mit einer Runde Golf verbinden. Die Fairways verlaufen durch dichten Mischwald, was Präzision vom Abschlag fordert. Das Grün ist traditionell gut konditioniert, die Anlage hat Mitgliedschaften, ist aber für Greenfee-Spieler zugänglich.

3. Royal Mariánské Lázně, Marienbad

Dieser Platz gehört zu den geschichtsträchtigsten des Landes. Marienbad war bereits um 1900 ein Treffpunkt der europäischen Aristokratie, und die Golfanlage spiegelt dieses Erbe wider. Das Layout bewegt sich durch hügeliges Gelände westböhmischer Prägung, mit engen Doglegs und gut geschützten Grüns. Der Kurs gilt als technisch anspruchsvoll — weite Schläge allein reichen nicht aus, Positionsspiel ist entscheidend. Die Stimmung hier ist einzigartig: ein Platz, der Golf mit dem Charme einer anderen Epoche verbindet. Saison: Mai bis Oktober.

4. Golf Club Karlštejn

Der Platz unterhalb der gleichnamigen Burg, etwa 30 Kilometer südwestlich von Prag, bietet eine der dramatischsten Kulissen im mitteleuropäischen Golf. Das 18-Loch-Layout des tschechischen Architekten Ladislav Moravec schlängelt sich durch das Berounka-Tal, mit der gotischen Burg Karlštejn als ständiger Silhouette im Hintergrund. Das Gelände ist hügelig, einige Abschläge bieten außergewöhnliche Fernsichten. Besonders die kurzen Par 3 mit erhöhten Abschlägen sind einprägsam. Öffentlich zugänglich, für Greenfee-Spieler buchbar, gutes Clubhaus.

5. Golf Club Olomouc

Olomouc, die historische Universitätsstadt Mährens, hat mit diesem parklandähnlichen 18-Loch-Kurs eine der besseren Anlagen außerhalb Prags zu bieten. Der Platz liegt in sanftem Hügelgelände und wird durch einen kleinen Fluss geteilt, der mehrere Löcher beeinflusst. Die Fairways sind großzügig bemessen, doch die eingestreuten Wasserhindernisse und die gut bewachsenen Roughs halten das Scoring-Niveau in Schach. Olomouc ist für Golfreisende besonders interessant, die auch die barocke Altstadt der Stadt besichtigen möchten.

6. Golf Club Svratka 1932

Einer der ältesten Golfclubs Mährens, gegründet im Jahr 1932, liegt in den böhmisch-mährischen Höhen nahe des Flusses Svratka. Der Platz hat über die Jahrzehnte seinen naturnahen Charakter behalten: kein extravagantes Wasserdesign, stattdessen ein kurvenreiches Layout, das die natürliche Topografie nutzt. Gerade für Golfer, die die Geschichte des Spiels in Mitteleuropa schätzen, ist dieser Kurs ein reizvoller Umweg. Greenfees sind moderat, die Atmosphäre entspannt und clubbetont.

7. Golfclub Teplice

Teplice im Böhmischen Erzgebirge war einst ein weiteres der großen Heilbäder und hat eine entsprechend alte Golfhistorie. Der heutige Kurs ist ein solider 18-Loch-Parklandplatz mit gutem Konditionierungsstandard. Die Nähe zur deutschen Grenze macht Teplice für Golfer aus Sachsen und Bayern zu einem naheliegenden Ziel für eine Tagesrunde. Die Landschaft ist ruhiger als um Prag, der Platz weniger bekannt — was auch ein Vorzug sein kann, wenn Tee-Time-Verfügbarkeit ein Thema ist.

8. Golf Club Burov

Burov ist ein jüngeres Projekt in Nordmähren, das sich als erschwingliche Alternative zu den bekannteren Anlagen positioniert. Der 18-Loch-Platz nutzt offenes Agrarland mit eingestreuten Baumreihen und schafft so einen Kontrast zum typisch bewaldeten böhmischen Stil. Die Anlage richtet sich vor allem an Spieler aus der Region und bietet kompetitive Greenfees. Kein Prachtprojekt, aber ein ehrlicher, gut gepflegter Kurs für den regelmäßigen Spielbetrieb.

9. Golf Club Brno

Brno, die zweitgrößte Stadt Tschechiens, verfügt über mehrere Golfmöglichkeiten im Umland. Der Hauptclub der Stadt — in Kohoutovice gelegen — bietet ein parklandähnliches 18-Loch-Layout auf leicht welligem Gelände. Brno ist ein logisches Ziel für Golfer, die Mähren bereisen und sich eine Runde in Stadtnähe gönnen möchten, ohne weite Anfahrten in Kauf zu nehmen. Der Platz hat Mitglieder, ist aber für Greenfee-Spieler geöffnet.

10. Atomik Golf, Prag

Dieser Stadtplatz im Prager Umland verdient Erwähnung für sein ungewöhnliches Ambiente: Die Anlage liegt nahe einem ehemaligen Industriegelände und verbindet modernes Design mit einem kompakten 9-Loch-Layout — ideal für Golfer mit wenig Zeit oder für den schnellen Nachmittagsrunde zwischen Geschäftsterminen. Keine große Meisterschaft wurde hier ausgetragen, aber für Prager Verhältnisse ist die Zugänglichkeit und der Unterhaltungswert bemerkenswert hoch.

Praktische Hinweise

Die Hauptsaison läuft von Mitte April bis Ende Oktober, wobei Juli und August die wärmsten Monate sind. Greenfees variieren erheblich: Auf Spitzenkursen wie Albatross sind 80 bis 120 Euro üblich, ländlichere Anlagen verlangen 25 bis 50 Euro. Prag ist mit günstigen Flügen aus ganz Europa erreichbar, und die meisten Top-Plätze sind in 30 bis 60 Minuten Fahrzeit von der Hauptstadt aus zu erreichen. Westtschechien — Karlsbad, Marienbad — lässt sich gut als mehrtägige Golfreise kombinieren, zumal Hotels in den Heilbädern oft Packages mit Greenfees anbieten. Alle Golfplätze auf der interaktiven Karte entdecken.