Die 10 besten Golfplätze in Australien
Australien ist eine der großen Golfnationen der Welt — nicht nur in Breite und Spielerzahl, sondern vor allem in der Qualität seiner besten Plätze. Der Sandbelt südlich von Melbourne gilt als eine der dichtesten Ansammlungen herausragender Golfarchitektur weltweit, vergleichbar mit Surrey und den englischen Heathland-Kursen oder der schottischen Linksküste. Dazu kommen dramatische Klippenplätze in Tasmanien und auf King Island, die in den letzten 25 Jahren internationales Renommee erlangt haben. Australiens Beitrag zur Geschichte des Golfplatzbaus ist in erster Linie mit einem Namen verknüpft: Alister MacKenzie, der hier sein Können verfeinerte, bevor er Royal Melbourne baute.
1. Royal Melbourne, West Course
Royal Melbourne West ist von vielen Experten als bester Golfplatz der Südhalbkugel und einer der zwanzig besten der Welt eingestuft. Alister MacKenzie entwarf das Layout 1926, vollendet durch den Club-Superintendent Alex Russell. Die Sandbelt-Böden ermöglichen schnelle, feste Grüns und schnellen Rollrasen — das Spielgefühl ist links-artig, obwohl der Kurs weit vom Meer entfernt liegt. Für den Presidents Cup wird regelmäßig ein kombiniertes Layout aus West und East Course genutzt. Privatclub, Gastspiele über Mitgliedsempfehlung oder offizielle Kanäle möglich.
2. Kingston Heath, Melbourne
Kingston Heath ist MacKenzies anderes Meisterwerk in Melbourne und wird von vielen Kennern sogar leicht über Royal Melbourne gestellt. Die Bunkerbeschaffenheit ist außergewöhnlich — tiefe, raue Sandhindernisse mit natürlich wirkenden Rändern, die das Spielfeld strukturieren, ohne künstlich zu wirken. Das 15. Loch, ein langes Par 4 mit einem Bunker, der den Fairway schräg kreuzt, ist eines der berühmtesten Löcher Australiens. Privatclub, Gäste willkommen nach Voranmeldung. Ganzjährig geöffnet.
3. New South Wales Golf Club, La Perouse
Der New South Wales Golf Club liegt auf einer Halbinsel bei Sydney mit spektakulärem Blick auf den Pazifik und die Botany Bay. Alister MacKenzie entwarf das Layout 1928 auf felsigem Küstengelände — das Ergebnis ist einer der visuell eindrucksvollsten Kurse der Welt. Das 6. Loch ist weltberühmt: ein kurzes Par 3 auf einer Klippe mit tiefem Wasser auf beiden Seiten. Der Kurs ist anspruchsvoll und gibt bei Wind auf den exponierten Küstenbahnen kein Pardon. Gastspiele nach Voranmeldung möglich.
4. Barnbougle Dunes, Tasmanien
Barnbougle Dunes auf der Nordküste Tasmaniens bei Bridport wurde 2004 von Tom Doak und Michael Clayton entworfen und gilt als eine der aufregendsten Neueröffnungen der letzten Jahrzehnte weltweit. Der Kurs nutzt die Dünenkette direkt an der Bass Strait und bietet echtes Links-Golf, das auf dem australischen Kontinent kaum zu finden ist. Windgepeitschte Fairways, blinde Anspielflächen und der Geruch des Meeres machen Barnbougle zu einem unvergesslichen Erlebnis. Öffentlich zugänglich, das Resort bietet Übernachtungsmöglichkeiten.
5. Cape Wickham, King Island
Cape Wickham ist seit seiner Eröffnung 2015 in die Weltspitze vorgestoßen. Der Kurs auf King Island, entworfen von Darius Oliver und Mike DeVries, beginnt an einem historischen Leuchtturm und endet an der sturmerprobten Küste. Die dramatischen Küstenabschnitte — insbesondere die Löcher um das Cape — zählen zu den atemberaubendsten Golflandschaften der Welt. King Island liegt in der Bass Strait zwischen Tasmanien und Victoria und erfordert einen Flug; die Abgelegenheit ist Teil der Anziehungskraft. Öffentlich zugänglich.
6. Victoria Golf Club, Melbourne
Victoria Golf Club ist ein weiterer Sandbelt-Klassiker, entworfen von William Meader und später von Alister MacKenzie modifiziert. Der Kurs ist sportlich und anspruchsvoll, mit eng platzierten Bunkern und schnellen Grüns. Er ist kleiner bekannt als Royal Melbourne oder Kingston Heath, wird aber von Kennern hoch geschätzt. Die Mitgliedschaft ist exklusiv, Gäste spielen auf Einladung. Ganzjährig geöffnet.
7. Metropolitan Golf Club, Melbourne
Metropolitan, bekannt als "The Met", komplettiert das Sandbelt-Quintett der absoluten Spitzenklasse. William Meader entwarf den Kurs 1908, MacKenzie verfeinerte ihn später. The Met hat einen weicheren Charakter als Royal Melbourne — weniger dramatisch, aber äußerst elegant in seiner Gestaltung. Die Bäume sind inzwischen ausgewachsen und geben dem Kurs einen reiferen, dunkler drapierten Charakter als in MacKenzies Zeit vorgesehen. Privatclub mit begrenzten Gastspieloptionen.
8. The National Golf Club, Cape Schanck
The National an der Mornington Peninsula südlich von Melbourne bietet drei Kurse, wobei der Ocean Course der anspruchsvollste und atemberaubendste ist. Robert Trent Jones Jr. entwarf den Kurs mit Blicken auf die Bass Strait. Der Moonah Course, entworfen von Greg Norman und Bob Harrison, ist mit Teatree-Büschen bestanden und bietet eine völlig andere Atmosphäre. Öffentlich zugänglich als gehobenes Resort, Grüngeld im oberen australischen Mittelfeld.
9. Joondalup Resort, Woodside Course
Joondalup nördlich von Perth in Westaustralien ist einer der besten öffentlich zugänglichen Plätze des Landes. Robert Trent Jones Jr. entwarf das Layout auf Kalksteingelände mit natürlichen Wasserhindernissen und üppiger Banksia-Vegetation. Der Woodside Course ist der anspruchsvollste der drei Neun-Loch-Kombinationen. Perth hat als Golfziel in Australien zu Unrecht weniger Aufmerksamkeit als Melbourne oder Sydney. Ganzjährig geöffnet, optimale Bedingungen September bis Mai.
10. Ellerston Golf Club, Hunter Valley
Ellerston ist einer der exklusivsten Privatplätze Australiens — ein Greg Norman Design auf der Ellerston Station im Hunter Valley, auf privat betriebenem Weideland. Der Kurs ist kaum zugänglich für Außenstehende, was seinen Legendenstatus unter australischen Golfkennern erklärt. Weite, offene Lagen mit kreativ konturierten Grüns und Fairways entlang des Pages River. Ein Platz, der seinen Ruf durch Abwesenheit von öffentlichem Betrieb nährt.
Die australische Golfsaison ist ganzjährig, wobei Melbourne und Sydney im Hochsommer (Dezember–Februar) sehr heiß werden können. Queensland und Westaustralien bieten ganzjährig gute Bedingungen. Grüngeld auf den Topplätzen liegt zwischen 150 und 400 australischen Dollar. Für Tasmanien und King Island sind mehrere Tage einzuplanen — die Abgelegenheit macht sie zum Golfreiseziel, nicht zum Tagesausflug. Öffnen Sie die Karte, um alle australischen Plätze zu erkunden.